Kreis Kaiserslautern Großräumig vernetzt

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Ramstein-Miesenbach. Immer auf Achse – das ist Torsten Töllner. Der Kandidat der Sozialdemokraten für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach kommt nicht zur Ruhe. Als Geschäftsführer einer Internet-Sicherheitsfirma reist Töllner sehr viel. Beruflich braucht er immer wieder einmal eine Veränderung.

„Ich bin jede Woche fünf bis sechs Tage vor allem im deutschsprachigen Raum unterwegs – hin und wieder auch in Asien“, erzählt Töllner von seinem bewegten Alltag als Geschäftsführer der Internet-Sicherheitsfirma SEC Consult. Dabei knüpfe er ständig neue Kontakte. Seine dadurch entstandene, großräumige Vernetzung könne auch der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach zum Vorteil gereichen – vor allem, wenn es um die Neuansiedlung von Unternehmen gehe. So abwechslungsreich wie seine geografische Lage ist auch Töllners beruflicher Werdegang. Der gelernte Bankkaufmann machte zunächst Karriere in der Bankbranche, wie er sagt. Auch danach war er meist in leitender Position tätig. „Es geht nicht um den Geldbeutel oder die Karriere, sondern um neue Erfahrungen“, betont Töllner jedoch und verweist darauf, dass er nach seinem ersten beruflichen Aufstieg einen Neuanfang wagte – als Vertriebsmitarbeiter auf unterster Ebene beim Tüv Rheinland. Dabei betont Töllner, dass er nie einfach nur Mitläufer war. Schnell habe er sich bei all seinen beruflichen Stationen immer wieder eine Führungsposition erarbeitet. Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach – das wäre für Töllner ein finanzieller Rückschritt, sagt er. Es sei der Reiz an der Sache, der ihn zur Kandidatur bewegt habe. „Jetzt wird es Zeit, etwas für die Gesellschaft zu tun“, erläutert der 45-Jährige Noch-Zweibrücker seine Entscheidung, für das höchste Amt der Verbandsgemeinde zu kandidieren. Dass er kein Einheimischer ist, sieht Töllner keineswegs als Nachteil an. Im Gegenteil: „Ich kann mir erstmal ein neutrales Bild verschaffen“, betont er. Die großen Herausforderungen für die Verbandsgemeinde lägen vor allem in den äußeren Einflüssen. In dieser „so dramatischen Zeit“ mit ihrem schnellen gesellschaftlichen Wandel könne die Verbandsgemeinde den Anschluss verlieren, wenn alles weiterlaufe wie bisher. „Mein Netzwerk ist in der internationalen Wirtschaft und in der Landes- und Bundespolitik“, sagt Töllner. Schon deswegen sei er besser als die anderen Kandidaten geeignet, um den Strukturwandel, „den wir erleben“, in Ramstein-Miesenbach voranzutreiben. Hier hat er vor allem wirtschaftliche Aspekte im Sinn. Neue zukunftsträchtige Unternehmen möchte Töllner für die Verbandsgemeinde gewinnen. Er ist überzeugt, dass sich nur so auf Dauer die Lebensqualität auf dem bisher guten Niveau halten lasse. Mit den Amerikanern und der Technischen Universität in der Nachbarschaft sowie der guten Infrastruktur biete Ramstein-Miesenbach ideale Bedingungen für moderne IT-Unternehmen. „Aus denen wurde bisher so gut wie nichts gemacht“, meint Töllner. Das wolle er ändern. Grundsätzlich stehe seine Tür offen, sollte er zum Bürgermeister gewählt werden. Ein Bürgermeister der offenen Tür, wie ihn der verstorbene Klaus Layes beschrieb, werde er jedoch nicht sein. Das halte er für nicht umsetzbar. Vielmehr will Töllner die Position der Abteilungsleiter in der Verwaltung stärken, so dass jeder mit seinem Problem zunächst bei ihnen Hilfe suchen kann. Erst wenn es zu keiner Einigung komme, werde Töllner eine Entscheidung treffen. „Da bin ich Führungskraft“, erklärt er. „Von der Personalunion hat die Stadt profitiert“, sagt Töllner. Auch wenn damit in der Vergangenheit verantwortungsvoll umgegangen wurde, müssten die Ämter des Stadtbürgermeisters und des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde von unterschiedlichen Personen bekleidet werden. Das sei schließlich der Normalzustand und gewährleiste eine Gleichbehandlung von Stadt und Gemeinden am besten. Bei der Frage nach der notwendigen Renovierung und Modernisierung des Freizeitbades Azur vertritt Töllner eine klare Position. „Es nicht zu tun, wäre eine Sünde in der Region“, meint er. Da der Haushalt der Verbandsgemeinde solide aufgestellt sei, stelle eine entsprechende Umsetzung des Projekts wohl auch kein allzu großes Problem dar. Im Falle eines Wahlsieges wird sich Töllners Leben drastisch ändern. Mit dem ständigen Reisen, das derzeit ein zentrales Element in seinem Leben ist, werde es dann vorbei sein. Doch bis dahin wird Töllner sicherlich noch einige Kilometer abreißen. (bby)

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