Kreis Kaiserslautern „Frühling – mein Herz singt mit“

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Einfach nur flanieren, die ersten Sonnenstrahlen genießen – beim Gesangverein Enkenbach hielt der Frühling musikalisch Einzug. „Frühling, mein Herz singt mit“ hieß das Motto, dem auch alle Gastchöre gefolgt waren. Vom romantischen Volkslied bis zu Songs der Neuzeit reichte das Angebot. Gern nahmen es die Zuhörer an. Die Chöre und ihre Regionen Weinstraße, Dahner Felsenland, Donnersbergkreis stellte nebst Literatur Moderator Jochen Richter vor.

Das Kulturgut jahrzehntealter Chöre müsse erhalten und der Gemeinschaftssinn gepflegt werden, lautete der Appell des Vorsitzenden Wernfried Hartmüller im gut besetzten Sängerheim. Lieder der Comedian Harmonists, von Hermann Sonett und Julius Fucik sang der Männerchor Enkenbach. Leicht und musikantisch hatte Chorleiterin Ekaterina Kronibus das Liedgut angelegt. Mit zierenden Klavierpassagen gab Haus- und Konzertpianist Harald Kronibus den Darbietungen ihren nötigen Impuls. Mit einer Silcher-Trilogie ganz im Sinne traditionellen Chorgesangs startete unter Karl Finck die Chorgemeinschaft MGV Wachenheim. Mit dem Männerchor aus Roxheim hat sie gerade fusioniert. Erinnerungen an die 50er Jahre und den Enkenbacher Knabenchor wurden wach, der mit seinem Leiter Albert Hoffmann auch in der Vorderpfalz auftrat. Weinlieder neueren Datums und „Aus der Traube in die Tonne“, den Männerchorklassiker schlechthin, boten die Sänger im zweiten Teil an. Begeistert stimmte das Publikum mit ein. Kraftvoll schallende Frühlingslieder, von einem akkuraten Dirigat getragen, stellte unter Eva Kling der Männerchor Waldeslust Bruchweiler vor. Zwischen Tradition und Moderne bewegte sich mit ungewohnten Taktfolgen der nächste Block. Besondere Anforderungen an Diktion, Rhythmik und Dynamik stellten Kompositionen der Sportfreunde Stiller, Reinhard Mey und des Alpenrock-Erfinders Hubert von Goisern. Sein „Weit, weit weg“ stellte der Chor im pfälzischen Sprachkleid vor. Mit tonlicher Eleganz und harmonischer Ausgewogenheit präsentierten sich unter Werner Lill und Klavierbegleiter Hans Brehmer die Männer des MGV Steinwenden-Weltersbach. „Mona Lisa“ und „Kriminaltango“, dem der Schuss Esprit nicht fehlte, lauteten die ersten Beiträge. Mit der Mischung aus Melancholie und Optimismus servierte man im reinen Chorklang „Wiener Spezialitäten“ vom Fiakerlied bis zum Radetzky-Marsch und ein Lied von Robert Stolz. Mit zwei Formationen trat der MGV Gerbach an. Zeitgemäß folgte „Bajazzo“ im Arrangement von Dirigentin Anke Janetzka, „I will follow him“ aus Sister Act und „Du bist mein Glück“ von Matthias Reim. A cappella und zu rasanten Pianoklängen sang der Männerchor. Musicalchor „Chorios“ nennt sich das Ensemble aus sechs Männern und acht Frauen, das mit „Can you feel“, „Supercalifragelistic“ und „True love“ Evergreens zu Gehör brachte. Mit Harald Kronibus am Flügel und ausgewählten Stimmen entwickelten sich packende Momente. In folkloristisch farbige Klangwelten führte mit „Arcobaleno“ (Regenbogen) und „Andalusisches Abendlied“ der Auftritt des MGV Kriegsfeld. Nordisch herbe Weite mit typischer Akkordeonbegleitung und Pfiff beschrieben die von Chorleiterin Brigitte Persohn ausgesuchten Seemanns- und Shantylieder. „Sing mit mir“ und „Erhebet das Glas“ hieß die musikalische Aufforderung des Männerchors Enkenbach am Schluss – eine gelungene Demonstration großen Chorgesangs. Arnold Kempkens feurige „Marina“, ein Volkslied aus Kroatien, gab es als stürmisch geforderte Zugabe.

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