Kreis Kaiserslautern
Enkenbach-Alsenborn: Rund zwei Jahre Bauzeit für Sanierung der Straße Am Mühlberg zur IGS

Die Straße Am Mühlberg, die zur Integrierten Gesamtschule (IGS) Enkenbach-Alsenborn hinaufführt, wird ab dem kommenden Montag, 30. September, grundlegend saniert. Wegen damit zusammenhängender Arbeiten ist auch die Rosenhofstraße gesperrt, aber nur für maximal drei Wochen.
Wenn ab 30. September die Gemeindestraße Am Mühlberg aufgerissen wird, dann bleibt im Untergrund kaum etwas, wie es war. „Der Kanal wird erneuert, die Wasserleitungen werden neu verlegt, eine Wärmeleitung kommt dorthin, die dann das Neubaugebiet Haarspott versorgt, und Breitband wird ausgebaut“, listet Ortsbürgermeister Jürgen Wenzel (CDU) die Hauptarbeiten im Untergrund auf.
Deshalb sind für die Baumaßnahme auch fast zwei Jahre bis Mitte Juli 2021 eingeplant. Die Straße Am Mühlberg, an dessen Ende die Integrierte Gesamtschule (IGS) liegt, wird in Teilabschnitten während dieser langen Zeit gesperrt; so kommen die Anwohner jederzeit zu ihren Häusern, versichert Wenzel.
Glasfaserleitungen für die Gesamtschule
Die Umleitung führt über die Römerstraße, den Fritz-Ullmayer-Ring und An der Haarspott. Diesen Weg nehmen auch die Busse zur IGS, und zwar bereits seit Anfang dieser Woche. In diesen Tagen soll die Baustelle eingerichtet werden. Die Zufahrt zur IGS ist während der gesamten Bauzeit gewährleistet, es wird jedoch Verzögerungen geben, wie die DB Regio Bus Mitte GmbH mitteilt.
Die IGS wird in diesem Zuge mit Glasfaser versorgt; die Grundschule verfügt bereits über die schnellen Leitungen, verrät Wenzel. „Mit drei Kupferadern à 100.000 Kilobit pro Sekunde hat die IGS aber schon einen sehr schnellen Breitband-Zugang“, relativiert Wenzel. Doch der Bedarf sei natürlich wesentlich größer als der einer Grundschule. Demnächst kann also noch schneller gearbeitet werden.
Wegen der Kanalarbeiten wird ab nächsten Montag auch die Sperrung der Rosenhofstraße für den Durchgangsverkehr nötig: Zur Erneuerung des Kanals Am Mühlberg muss ein Schachtbauwerk an der Einmündung zur Rosenhofstraße eingebaut werden. „Der Kanal für Mischwasser war zu klein dimensioniert“, erläutert Wenzel. „Das Wasser, das bei Starkregen vom Mühlberg herunterschießt, kann er nicht fassen, und es kam dort unten immer wieder zu Überflutungen. Deswegen wird der Kanal dort erweitert.“
Zwei Wochen sind für das Schachtbauwerk eingeplant
Anlieger haben laut Wenzel von beiden Seiten Zufahrt bis zur Baustelle in der Rosenhofstraße. Der Durchgangsverkehr wird ab dem Kreisel nördlich über die B48, Alsenzstraße und Grünstadter Straße sowie umgekehrt geleitet. Die Arbeiten für das Schachtbauwerk sollen innerhalb von zwei Wochen erledigt sein, „deswegen haben wir sie extra in die Herbstferien gelegt“, laute die Vereinbarung mit der Baufirma. „Aber man weiß ja nie, was dazwischenkommen kann ...“
Neben dem Schmutz- oder Mischwasserkanal werden auch die Wasserleitungen am Mühlberg neu verlegt – und zwar zwei Wasserleitungen: „Eine fürs Enkenbacher Wasser und eine fürs Alsenborner“, führt Wenzel aus. „Dort verläuft ja die Grenze zwischen den beiden Ortsteilen.“
Die Trennung basiere noch auf der Zeit vor der Kommunalreform, als Enkenbach und Alsenborn zwei Kommunen waren, bestätigt der Ortsbürgermeister. Und fügt erläuternd an: „Das Wasser kommt aus zwei verschiedenen Hochbehältern, ja, aus zwei verschiedenen Quellen. Und man soll das ja nicht mischen.“
Das Alsenborner Wasser sei von besserer Qualität: Es habe einen niedrigeren Nitratwert und eine bessere Mineralienzusammensetzung, sagt der Enkenbacher. „Was nicht heißt, dass das Enkenbacher Wasser schlecht ist!“, schiebt er schnell hinterher. „Es ist immer noch besser als jedes Wasser aus dem Supermarkt.“