Kreis Kaiserslautern Eingekreist:

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Die Baustelle in der Ludwigstraße und die damit verbundene Umleitung zum Alten Markt über die Vordere Fröhnstraße ist ein Landstuhler Dauerbrenner. Durch die sonst so ruhige Gasse brummt nun schon seit Monaten ein Auto nach dem anderen. Das sorgte von Beginn an für großen Unmut. Dem machten die Anwohner auch immer wieder deutlich Luft. Einen Teilerfolg gab es gleich zu Beginn, als die Beschilderung so angepasst wurde, dass der Verkehr Richtung Pirmasens weiträumiger umgeleitet wurde. So zumindest die Theorie. Doch was nützt eine Beschilderung, wenn sich keiner daran hält. Vor allem Ortskundige nehmen gerne den kurzen Weg durch die Vordere Fröhnstraße – darunter sind auch Lastwagen, die eigentlich nicht durch die enge Straße fahren dürfen. Auch darauf weisen die Verkehrszeichen sehr deutlich hin. Und wieder juckt’s keinen. Schon mehrmals haben sich große Lastwagen in der engen Kurve am Ende der Straße festgefahren und für ordentlich Rückstau gesorgt. Das waren allerdings Ortsfremde, die einfach stur dem Navi gefolgt sind. Offensichtlich zählte das, was ihnen die elektronische Karte sagte, für sie mehr als jedes Verkehrsschild. Dass aufgrund solcher Vorkommnisse der Unmut der Anwohner weiter wächst, ist mehr als verständlich. Fraglich ist allerdings, ob ihre Wut auch die richtigen Adressaten findet. ... tragen nämlich nicht nur die Anwohner. Auch die politisch Verantwortlichen, allen voran der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landstuhl, Peter Degenhardt (CDU), und Stadtbürgermeister Ralf Hersina (SPD) haben daran zu knabbern. Im Gegensatz zu den Anwohnern müssen sie das Große Ganze im Auge behalten. Das bedeutet eben oft, abzuwägen und dann Entscheidungen treffen zu müssen, die nicht jedem gefallen. So auch im Falle der Umleitung durch die Vordere Fröhnstraße. Der durchaus verständliche Unmut der Anwohner, die über Monate hinweg Hochbetrieb vor der Haustür haben, ist den beiden jedenfalls gewiss. Doch was hätten sie großartig anders machen können? Eigentlich wurde viel getan, um die für Landstuhl beste Lösung zu finden. Und das ist nun mal nicht die beste Lösung für die Vordere Fröhnstraße. Mit der deutlichen Beschilderung und anderen Maßnahmen – unter anderem steht praktisch seit Baubeginn in der Ludwigstraße ein Geschwindigkeitsmessgerät in der Vorderen Fröhnstraße – wurde den Anwohnern soweit wie möglich entgegen gekommen. Denn was wären die Alternativen? Ein Zebrastreifen in der Vorderen Fröhnstraße? Da möchte ich den täglichen Rückstau in die Innenstadt nicht erleben. Zumindest an Schultagen dürfte der nämlich gewiss sein. Und ein verstopftes Landstuhl würde wesentlich mehr Menschen belasten als die gewählte Variante. Und wie sähe es aus, wenn der Verkehr komplett über die größere Umleitungsstrecke fließen müsste? Klar, die Anwohner der Vorderen Fröhnstraße hätten ihre Ruhe. Andernorts sähe das ganz anders aus. Die ohnehin schon äußerst stark belasteten Anwohner der Saarbrücker Straße müssten beispielsweise zusätzlich den Umleitungsverkehr ertragen. Bei solchen Maßnahmen gibt es immer Leidtragende. Die Verantwortlichen müssen – auch wenn es schwer fällt – entscheiden, wer das sein wird. Und da dürfen die Belange der einen nicht höher angesetzt werden als die anderer. Diesmal traf es eben aus durchaus nachvollziehbaren Gründen die Vordere Fröhnstraße. Fast scheint es so, als hätte eine höhere Macht ihre Finger im Spiel. Und die verfolgt ein Ziel: keine Kutschfahrten in der Mehlinger Heide. Erst hieß es, die Wege seien zu schlecht, dann scheiterten Verhandlungen mit den Kutschfahrern. Plötzlich zog Mehlingens Ortsbürgermeisterin Monika Rettig ein Ass aus dem Ärmel. Mit Sonja Schmitt vom Münchschwanderhof hatte sie eine Kutschfahrerin gefunden, die zumindest an einem Tag in diesem Jahr die Touren durch die Heide übernehmen wollte. Der morgige Sonntag sollte es sein. Bestens, da aufgrund des doch eher durchwachsenen Sommers die Mehlinger Heide noch in voller Blüte steht. Der Wettergott schien dem Vorhaben also wohlgesonnen. Doch jetzt das: Die Kutschfahrten sind abgesagt. Und wer ist schuld? Der besagte Wettergott. Denn der hat offensichtlich für Sonntag eine Bullenhitze eingeplant, die für Pferde einfach zu viel ist. Besonders, wenn sie eine Kutsche ziehen sollen. Das Wohl der Tiere wiegt eindeutig deutlich schwerer als der Genuss einer Kutschfahrt. Es scheint fast so, als solle es in diesem Jahr nichts mehr werden. Als Ersatztermin ist nun der Sonntag in der kommenden Woche vorgesehen. Wollen wir das Beste hoffen.

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