Kreis Kaiserslautern Ein Leben für die Kommunalpolitik

Ludwig Faulhaber
Ludwig Faulhaber

Seinen 90. Geburtstag feiert Ludwig Faulhaber, der ehemalige Bürgermeister der Sickingenstadt Landstuhl, am heutigen Dienstag. In seiner Amtszeit bemühte er sich besonders um die Freundschaft mit dem Nachbarland Frankreich.

Ludwig Faulhaber wurde am 8. Januar 1929 in Kaiserslautern geboren. 1964 begann seine politische Laufbahn, als er vom Landstuhler Stadtrat zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt wurde. Das Ende seiner ersten Amtszeit fiel mit der damaligen Gebietsreform im Jahre 1972 und der damit verbundenen Bildung der Verbandsgemeinde Landstuhl zusammen. Danach führte er die Geschicke der Sickingenstadt als ehrenamtlicher Stadtbürgermeister bis 1974. Schon zu Beginn seines Wirkens als Stadtbürgermeister sah er einen wesentlichen Schwerpunkt seiner Arbeit darin, die Völker Europas zusammenzuführen. Daher bemühte er sich vor allem um die Aussöhnung mit dem Nachbarn Frankreich. Faulhabers Bestreben ist es zu verdanken, dass Landstuhl, nachdem 1964 erste Kontakte geknüpft worden waren, schon frühzeitig, nämlich im Jahr 1967, offiziell eine partnerschaftliche Beziehung mit der französischen Stadt Pont-à-Mousson eingehen konnte. Solche Partnerschaften waren damals noch selten. In den Folgejahren gelang es Faulhaber, diese Beziehung mit Leben zu füllen. Bei vielen Begegnungen, nicht nur auf offizieller Ebene zwischen den Stadträten, sondern auch bei Treffen der Kirchengemeinden, von Organisationen und Vereinen, war er immer wieder Motor und Mentor des freundschaftlichen Austausches zwischen den Nationen. In den folgenden beiden Legislaturperioden zwischen 1974 und 1984 gehörte er dem Stadtrat als Fraktionsmitglied der Freien Wählergruppe (FWG) Landstuhl an. Nach den Kommunalwahlen des Jahres 1984 wurde Faulhaber erneut zum ehrenamtlichen Stadtbürgermeister gewählt. 1989 wurde er im Amt des Stadtbürgermeisters von den Wählern bestätigt. Bei den Kommunalwahlen im Jahre 1994 kandidierte er nicht mehr. Im Stadtrat engagierte er sich noch als Ratsmitglied, bis er sich 1996 auf eigenen Wunsch zurückzog. Ludwig Faulhaber hat durch sein kommunalpolitisches Wirken über Jahrzehnte hinweg in besonderem Maße Bürgersinn gezeigt. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt er 1989 die Ehrenplakette der Stadt Landstuhl. 1999 wurde er vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Durch seine menschliche und bescheidene Art war er während seiner Amtszeit stets ein „Bürgermeister zum Anfassen“.

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