Kreis Kaiserslautern Die Erdbeeren ertrinken im Regen

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Sie zählt zu den Lieblingsfrüchten der Deutschen: die Erdbeere. Jahr für Jahr strömen zahlreiche Selbstpflücker zu den Erdbeerfeldern im Landkreis, um sich die rote Köstlichkeit mit nach Hause zu nehmen. In diesem Jahr gestaltete sich dies durch die Wetterlage allerdings schwierig.

„So etwas haben wir in 35 Jahren nicht gehabt“, klagt Peter Funck. Der aus Eisenberg stammende Landwirt versorgt nun schon seit 37 Jahren die Pfälzer mit den süßen Früchten. Seine Felder erstrecken sich über ganz Rheinland-Pfalz, von Idar-Oberstein im Kreis Birkenfeld bis nach Höheischweiler im Kreis Südwestpfalz. Auch Felder in Rodenbach, Mehlingen, Landstuhl und Kaiserslautern fallen unter seine Obhut. In diesem Jahr bietet sich dort allerdings nicht das gewohnte Bild: Viele Früchte sind eingegangen, andere gar nicht erst aufgeblüht. Doch wo liegt das Problem? Einfache Antwort: beim Wetter. Die Erdbeeren litten in den vergangenen Wochen unter zu wenig Sonne und zu viel Regen. „Dadurch entstand ein großer Zeitunterschied im Reifungsprozess“, berichtet Bauer Funck. Während die im Norden gezüchteten Sorten „Symphonie“ und „Sonata“ sehr schnell saftig wurden, zögerte sich das Wachstum bei der Hauptsorte „Clery“ hinaus. Die Wetterlage nahm jedoch nicht nur Einfluss auf die Beeren selbst, auch die Parkplätze wurden durch den ständigen Regen stark aufgeweicht, sodass die Zufahrt zu den Feldern erschwert war. Laut Funck entstand ein Teufelskreis: Die geringe Anzahl an Kunden führte dazu, dass die reifen Früchte nicht schnell genug abgepflückt wurden und neu gereifte Beeren in der Masse der alten leicht untergingen. Dadurch kam es bei den Selbstpflückfeldern teilweise zu Ausfällen von bis zu 90 Prozent, sagt Funck. Wer die Beeren an den Verkaufsständen erwerben wollte, bekam dort ebenfalls die Folgen des regnerischen Frühsommers zu spüren, denn auch die Verkaufsfelder blieben freilich von den Wettereinflüssen nicht verschont. „Es war natürlich auch für unsere Pflücker ein sehr schlechtes Jahr“, bedauert Funck, der bei der Ernte teilweise bis zu 50 Prozent Verlust beklagt. Dass die Früchte geringfügig teurer waren als sonst, sei in dieser Situation unvermeidlich gewesen. Der Verkauf gehe an diesem Wochenende in die Endphase. „Wie lange die Selbstpflückfelder im Kreis noch geöffnet bleiben, ist unklar.“ |pgb

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