Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Der August zeigt sich zunächst von seiner sommerlichen Seite

Die Sonne setzt sich zunächst häufig gegen die Wolken durch. Später im Monat kann sich das durchaus ändern.
Die Sonne setzt sich zunächst häufig gegen die Wolken durch. Später im Monat kann sich das durchaus ändern.

Das Wetter in der Region: Schaukelsommerwetter war im Juli angesagt, sodass jeder irgendwie und irgendwann auf seine Kosten kam. Regenfälle traten konzentriert auf. Im August geht es sommerlich warm und schwül weiter. Regengüsse bewässern fortwährend die Natur.

Der Juli begann ziemlich durchwachsen mit dem gewohnten Auf und Ab bei den Temperaturen. Im Laufe des Monats stabilisierte sich die Wetterlage phasenweise. Regengüsse sowie örtliche Gewitter rückten ins Abseits. Die Sonne konnte sich zumindest zwischendurch einen Stammplatz am Himmel erobern, sodass es in der Regel sommerlich war. Die Tagestemperaturen bewegten sich in den kühleren Abschnitten zwischen 20 und 24 Grad, sonst zwischen 25 und 29 Grad. In gesteigerten Schönwetterphasen überschritt das Quecksilber auch für einige Tage die 30-Grad-Marke. Dazu wurde die Luft häufig als schwül empfunden. Bei kompakteren Wolken mit Regen – wie es zu Monatsbeginn der Fall war – lagen die Werte spürbar unter 20 Grad. Die erfrischenden Nächte von zumeist zehn bis 16 Grad eigneten sich allgemein hervorragend zum Durchlüften. So gesehen war im Juli für jeden Wettertyp etwas dabei.

Wieder etwas wärmer

Das Mittel der Lufttemperatur lag im Juli in der Westpfalz mit 19,2 Grad Celsius um 0,3 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert der vergangenen 25 Jahre, aber um 1,5 Grad über dem 30-jährigen Referenzzeitraum von 1961 bis 1990. In den vergangenen Jahren fielen viele Monate mehr oder weniger zu warm aus. Nur wenige lagen unter den Werten aus der vieljährig gemittelten Klimareihe. An 28 Tagen kletterte das Quecksilber über die 20-Grad-Marke. „Sommertage“ (Tageshöchsttemperatur 25 Grad und mehr) gab es 14. „Heiße Tage“ (Tageshöchsttemperatur 30 Grad und mehr) gab es fünf. Den tiefsten Wert mit kühlen neun Grad gab es am 7. Juli. Der höchste Wert wurde am 30. Juli mit schweißtreibenden 33 Grad verzeichnet.

Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei 79,1 Liter pro Quadratmeter. Das entspricht 103,3 Prozent des langjährigen Monatsmittels von 76,6 Liter pro Quadratmeter. In Martinshöhe fielen im vergangenen Monat 70,7, in Morlautern 62,4 und in Landstuhl 86 Liter pro Quadratmeter. Der Niederschlag konzentrierte sich auf zwölf Tage. Der meiste fiel in Lambsborn mit 27,1 Litern pro Quadratmeter am 26. Juli. An fünf Tagen blitzte und donnerte es. Zu insgesamt 62,8 Prozent war der Himmel im Juli von Wolken überzogen (in etwa normal). Die Sonne schien 246 Stunden. Das entspricht 103,4 Prozent des langjährigen Mittels. Durchschnittlich strahlte sie an jedem Tag sieben Stunden und 56 Minuten.

Das bringt der August

Der August startet warm und schwül mit Temperaturen zwischen 24 und 27 Grad. Neben sonnigen Abschnitten drohen zwischendurch einige teils kräftige Regengüsse und Gewitter. Ab der neuen Woche streckt das Azorenhoch immer wieder seine Fühler bis nach Mitteleuropa aus und schafft hier kleinere Ableger, die von kurzen Atlantischen Störungseinflüssen unterbrochen werden. Demnach scheint neben einigen Wolkenfeldern zeitweise die Sonne.

Die Temperaturen bleiben im sommerlichen Bereich. Nachmittags werden meist zwischen 23 und 29 Grad gemessen. In gesteigerten Schönwetterperioden kann die 30-Grad-Marke auch etwas überschritten werden. Teilweise wird es schwül. Die Nächte eignen sich bei Werten zwischen 13 und 18 Grad allgemein zum Durchlüften. An manchen Tagen überqueren uns von Westen kompaktere Wolken mit einigen Regenfällen, Schauern und örtlichen Gewittern. Dadurch kühlt es vorübergehend ab. Diese insgesamt freundliche bis leicht wechselhafte Wetterlage scheint sich bis weit in den zweiten Monatsabschnitt hin zu bestätigen.

Deutliche Wetterverschlechterung

Im Schlussabschnitt sollte sich das Sommerwetter zunächst noch für einige Zeit behaupten können, bevor im weiteren Verlauf die Frontalzone vermutlich weiter nach Süden ausschlägt. Eine deutliche Wetterverschlechterung, die eingeleitet wird durch teils kräftige Regengüsse und Gewitter, lässt die Temperaturen spürbar sinken. Möglicherweise wird dabei die 20-Grad-Marke kaum noch überschritten werden. Gegen Monatsende scheint sich ein westeuropäisches Hochdruckgebiet über den Kontinent zu legen. Es schnürt das Vordringen weiterer Atlantischer Fronten ab, sodass sich eine Wetterberuhigung einstellen könnte. Bis in den September hinein sollte sich dann ruhiges, freundliches und trockenes Spätsommerwetter mit Höchstwerten zwischen 22 und 28 Grad und nächtlichen Tiefstwerten von zehn bis 16 Grad bei uns bemerkbar machen. Nach Auflösung einiger morgendlicher Dunst- oder flacher Nebelfelder begleitet uns über weite Strecken des Tages die Sonne. Selten halten sich kompaktere Wolkenfelder mit Regen oder Schauern.

Letztendlich werden die Temperaturen im August im Vergleich zum Durchschnittswert der vergangenen 30 Jahre um etwa ein bis zwei Grad nach oben abweichen. Die Niederschlagsmenge ist abhängig von den räumlich auftretenden Schauern und deren Intensität. Sie wird den Monatssollwert aber wahrscheinlich leicht unterbieten. Die Sonnenscheindauer wird den langjährigen Mittelwert erreichen oder leicht überschreiten.

Mögliche Tendenz für den Folgemonat: Der September beschert uns zunächst wohltuende Spätsommerwärme, im weiteren Verlauf aber auch schon frühherbstliche Temperaturen mit Regen und Wind.

Klima im Wandel

Juli 2024:
Durchschnittstemperatur: 19,2 Grad
Niederschlag: 79,1 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 246 Stunden
Juli 2023:
Durchschnittstemperatur: 19,1 Grad
Niederschlag: 105.4 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 220 Stunden
Juli 2014:
Durchschnittstemperatur: 19,3 Grad
Niederschlag: 174,5 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 219 Stunden
Juli 1999:
Durchschnittstemperatur: 18,8 Grad
Niederschlag: 89,2 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 263 Stunden

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