Kreis Kaiserslautern Busbahnhof, Straßenbau und Kita

Der Rohbau für die Terrasse ragt in den leeren Weiher. Bereits im Frühjahr sollen Seewoog-Besucher auf der fertigen Terrasse übe
Der Rohbau für die Terrasse ragt in den leeren Weiher. Bereits im Frühjahr sollen Seewoog-Besucher auf der fertigen Terrasse über dem Gewässer entspannen können.

Zwei Millionen Überschuss erwirtschaftet, keine Kredite aufgenommen und dazu noch Bevölkerungswachstum. Die Stadt Ramstein-Miesenbach geht gut aufgestellt ins neue Jahr. Eines der größten Vorhaben, der Umbau des Busbahnhofs in Ramstein, soll schon im Frühjahr beginnen.

„Das Industriezentrum Westrich (IZW) ist komplett ausverkauft“, verdeutlicht Stadtbürgermeister Ralf Hechler (CDU) die hohe Nachfrage von Unternehmen nach Gewerbeflächen. Daher soll das IZW um die Flächen des früheren Munitionsdepots erweitert werden – um fast zehn Hektar. Auch Wohngebiete werden laut Hechler benötigt. Erweiterungsmöglichkeiten im Schulpfad in Miesenbach und am Ramsteiner Feld sollen daher geprüft werden. Dabei verweist Hechler darauf, dass die Einwohnerzahl Ramstein-Miesenbachs nun schon im zweiten Jahr wachse. Ein Umschwung. Denn seit Anfang der 1990er Jahre habe die Einwohnerzahl kontinuierlich abgenommen. Mit der angedachten Ausweisung neuer Bauplätze soll der derzeit positive Trend beibehalten werden können – indem Ansiedlungsmöglichkeiten geschaffen werden. „Wir bauen einen neuen Kindergarten“, nennt Hechler ein weiteres Projekt, das wegen der demografischen Entwicklung nötig sei. Allerdings stehe derzeit noch nicht fest, wo gebaut wird. Aufgrund der hohen Nachfrage würden vier Gruppen benötigt. Eventuell könnte in Miesenbach auch eine Einrichtung mit drei Gruppen gebaut und der Montessori-Kindergarten in Ramstein um eine erweitert werden. „Bis zum Frühjahr wissen wir, wohin die Reise geht“, sagt Hechler. Des Weiteren dürfen sich die Kinder auf einen neuen Spielplatz im Heiligenwoog und auf neue Geräte auf dem Spielplatz an der evangelischen Kirche freuen. „Im März/April wird das Gebäude fallen“, erläutert Hechler, wann es mit den Umbaumaßnahmen am Busbahnhof so richtig los geht. Der Pächter des derzeit noch recht zentral auf dem Gelände stehenden Häuschens habe auch schon neue Räume gefunden. Barrierefrei und mit Echtzeitanzeige soll das Gelände sechs Bussen nach dem Umbau gleichzeitig Platz bieten. Direkt an den Busbahnhof angrenzend werden im daneben liegenden Gebäudeteil des Congress Centers Ramstein (CCR) die Post, die Geschäftsstelle des CCR und das Bürgercenter mit Tourist-Info untergebracht. 2,4 Millionen Euro sind für das Projekt inklusive Arbeiten am CCR eingeplant. Die bereits in Angriff genommene Umgestaltung des Naherholungsgebiets Seewoog geht in die zweite Runde. „Das meiste wird 2019 fertig“, sagt Hechler. Die in den See ragende Terrasse mit Sitzgelegenheiten soll rechtzeitig zum Frühjahr fertig sein und dann gleich genutzt werden können. Auch das Kneippbecken daneben steht bereits im Rohbau. Der Bau des neuen Kiosks wird ebenfalls in diesem Jahr angegangen. Bis dieses fertig ist, bleibt das alte stehen, so dass die Seewoog-Besucher auch während der laufenden Arbeiten nicht auf Getränke und Snacks verzichten müssen. Der Ausbau der Straße am Heiligenwoog – für gut eine Million Euro – soll 2019 begonnen werden. Derzeit laufe noch die Ausschreibung. Im Herbst sollen weitere Straßenausbauarbeiten in der Lilienstraße und in der Nelkenstraße erfolgen. Komplett umgebaut und renoviert wird das Alte Schulhaus in Miesenbach. Dieses soll danach als Haus der Vereine dienen. Mit fast 150.000 Euro Zuschüssen aus dem europäischen Förderprogramm Leader rechnet Hechler hier. Das entspreche etwa 60 bis 70 Prozent der Projektkosten. Was die Vereinsförderung betrifft, zeigt sich die Stadt spendabel. 30.000 Euro werden laut Hechler für diverse Anträge bereitgehalten. Wie bereits im vergangenen Jahr beschlossen, erhält der TV 03 Ramstein für die Neugestaltung der Alten Turnhalle 200.000 Euro von der Stadt. Auch der geplante Bau eines Kolumbariums wird die Stadt 2019 beschäftigen. Hechler rechnet damit, dass der Bauantrag für die sogenannte Urnenkirche, die ein Privatinvestor auf dem Schulhügel errichten möchte, in diesem Jahr gestellt wird. In den Hanfgärten möchte eine Baufirma aus Steinwenden ein acht Millionen teures Wohnprojekt umsetzen. Vier Mehrfamilienhäuser mit Gewerbe- und Wohneinheiten sollen dort entstehen. Hechler rechnet mit dem Baubeginn in diesem Jahr.

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