Otterbach / Ramstein Brände in Wohnhäusern halten Feuerwehren über die Feiertage auf Trab
Der schwere Zimmerbrand war am Ostersonntag am Nachmittag in Ramstein im Erdgeschoss eines Hauses in der Rosenstraße ausgebrochen, teilte der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Marcus Klein, auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. „Ursache war nach jetzigem Stand ein Elektrogerät, vermutlich der Fernseher.“ Wie Bürgermeister Ralf Hechler ergänzt, war die Freiwillige Feuerwehr „ruckzuck vor Ort“ und konnte die vierköpfige Familie aus dem verrußten Haus herausholen. Der Rettungsdienst des Roten Kreuzes habe die Eltern sowie ihre beiden Kinder betreut.
Währenddessen gelang es der Wehr, das Feuer auf das eine Zimmer, wo der Brand ausgebrochen war, zu begrenzen. „Aber da der Rauch durchs ganze Haus gezogen war, musste die Familie erst einmal im Hotel untergebracht werden.“ Denn das Gebäude sei derzeit nicht bewohnbar. Da alle Kleider nicht mehr zu gebrauchen sind, sei „auf dem kurzen Dienstweg“ der Kontakt zur DRK-Kleiderkammer Landstuhl organisiert worden. „Um die Familie mit Ersatzkleidern zu versorgen, kam trotz des Feiertags extra eine Mitarbeiterin in den DRK-Kleiderladen nach Landstuhl“, berichtet Klein von der Hilfsbereitschaft des Roten Kreuzes. „Das ging alles Hand in Hand: Feuerwehr, Polizei, DRK und Ordnungsamt haben die Situation auch am Feiertag bestens gelöst. Um 15.23 kam der Alarm, und um 17.15 war schon der Termin beim DRK-Kleiderladen, und das Hotelzimmer stand zum Bezug bereit.“
Erst mal im Hotel untergebracht
Der Familie gehe es „den bescheidenen Umständen nach“ gut, sagt Marcus Klein, der am Montag mit den Brandopfern telefoniert hat. Die Versicherung komme vermutlich am Dienstag vorbei, dann werde sich entscheiden, wie es weitergeht. „In jedem Fall wird die Familie erst mal eine andere Bleibe brauchen, denn das Haus muss renoviert werden. Wir bleiben mit den Betroffenen in Kontakt und werden sie auch bei den weiteren Schritten unterstützen. Auch über eine Wohnung als Ausweichdomizil haben wir schon gesprochen.“ Die Familie sei gesundheitlich wohlauf, betont Bürgermeister Hechler. „Das ist das Wichtigste. Alles andere kann man ersetzen!“
Gleich mehrmals während der Osterfeiertage im Einsatz war die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg: Bereits am Gründonnerstag brannte in Schneckenhausen ein Pkw. Kurz nach 18 Uhr rückte die Feuerwehr daher in die Hauptstraße aus. Ein Wagen, dessen Motor brannte, wurde im Schnellangriff gelöscht, anschließend führten die Einsatzkräfte mit einer Wärmebildkamera eine Brandnachschau durch. Nach eigener Aussage war die Wehr der Verbandsgemeinde mit elf Helfern und zwei Fahrzeugen rund 40 Minuten lang beschäftigt.
Küchenbrand an Karfreitag
An Karfreitag ging es mit einem Küchenbrand in Otterbach weiter: Das Feuer war am Nachmittag in einem Wohnhaus in der Kapellenstraße ausgebrochen. Ein mit Atemschutz ausgerüsteter Trupp löschte den Brand. Eine Elektrofachkraft aus den Reihen der Feuerwehr zog die Panzersicherung und schaltete damit das Gebäude stromlos, berichteten die Einsatzkräfte, die auch das Haus gegen Eindringlinge sicherten, weil sie zuvor die Glasscheibe der brennenden Küche hatten einschlagen müssen. Bevor die Wehr nach etwa eineinhalb Stunden abrückte, überprüfte sie zudem mit einer Wärmebildkamera das Wohnhaus auf weitere Brandnester.
Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Vor Ort waren auch die Polizei, der Rettungsdienst und Bürgermeister Harald Westrich.
Am Ostersonntag kam es zu einem kleinen Flächenbrand an der Kreisstraße 32 zwischen Heimkirchen und Kreuzhof. Etwa eine halbe Stunde waren die Brandschützer mit dem Löschen des Hangs beschäftigt.