Ramstein-Miesenbach Baustart für die Urnenkirche
Der Anfang ist gemacht, das Kolumbarium, die Urnenkirche, auf dem Schulhügel in Ramstein-Miesenbach wird gebaut. Vor einigen Tagen rückte Bauunternehmer Jürgen Wiehn aus Linden mit seinen Mitarbeitern an und begann mit der Arbeit. Der eigentlich geplante Baubeginn in der zweiten Januarwoche hatte wetterbedingt verschoben werden müssen. Auch jetzt müssten die Arbeiten immer wieder unterbrochen werden, bedauert Bauherr Werner Heinrich, weil es morgens zu kalt oder tagsüber zu nass sei.
Heinrich, der die Idee für den besonderen Bestattungsort hatte, ist dennoch sehr froh, dass es nun endlich losgeht. „Wir haben ja lange genug darauf gewartet“, spricht der FWG-Politiker die Monate an, die zwischen dem Stellen der Anträge und den Genehmigungen lagen. Das Okay zum Bauen habe er zwar schon im März vergangenen Jahres erhalten, die Stadt Ramstein-Miesenbach musste dann aber noch einmal sieben Monate auf die Bestattungsgenehmigung warten.
Mittlerweile ist auch die „Stiftung Kolumbarium Urnenkirche“, die von Heinrich und seiner Frau Maria gegründet wurde, durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier anerkannt. Über diese wird der Unterhalt und die Pflege der Urnenkirche finanziert. Überschüsse sollen an die Bürgerstiftung Bündnis für Familien der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach ausgeschüttet werden. „Damit wollen und können wir zum Beispiel auch dauerhaft den Erhalt unseres Mehrgenerationenhauses sichern“, zeigt Bürgermeister Ralf Hechler (CDU) auf, dass von dem Projekt die Allgemeinheit profitiere.
Erste Anfragen von Bürgern, die sich für eine Urnengrabstelle interessieren, gebe es schon, berichtet Hechler. Er schätzt, dass sich rund 30 Personen pro Jahr in dem Bauwerk bestatten lassen wollen. Platz biete es zunächst für 1000 Grabstellen, weitere könnten geschaffen werden, sollte dies nötig sein. Die Ruhezeit beträgt 25 Jahre.