Kreis Kaiserslautern Aufrüttelnd aktuell wie selten zuvor

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Die Chorreform 2016 hat’s möglich gemacht. Nachdem aus 16 nur mehr vier Sängerkreise geworden sind, treffen sich immer häufiger Vereine über ehemalige Gruppierungsgrenzen hinaus, um gemeinsam das Singen und Musizieren zu praktizieren, Menschen und Liedgut auch aus anderen Regionen kennen zu lernen. Dafür sorgte beim Liederabend des Gesangvereins Alsenborn außerdem Moderator Klaus Kronibus.

Gewohnt humorig stellte der Pfalzkenner Vereine vor und präsentierte Anekdoten. Ein Frauen-, ein gemischter und zwei Männerchöre waren zu Gast. Persönliche Freundschaften wurden aufgefrischt, neue geschlossen. Schade nur, dass die Alte Schule fast zu klein war, darüber hinaus auch noch andere Besucher aufzunehmen. Wider die Hektik des Alltags und für mehr „Feierabendstimmung“ plädierte Klaus Kronibus in Erinnerung an frühere Zeiten. „Viel anspruchsvolle Chorliteratur“ versprach er einem wohlgestimmten Publikum. Aus seinem umfangreichen Repertoire begann der gemischte Chor des Gesangvereins Alsenborn. Bekannte Lieder wie der israelische Grand-Prix-Siegertitel von 1979 „Halleluja, sing’ ein Lied“ und Bob Dylans Freiheitssong „Die Antwort weiß ganz allein der Wind“ trug pointiert und aufrüttelnd − und aktuell wie selten zuvor! − die Alsenborner Chorgemeinschaft vor. Mit Klavier und Schlagzeug wurde er von Chorleiter Harald Kronibus und dessen Sohn Alexander begleitet. Die Singfrauen der Turngemeinschaft Waldsee von den Rheinauen widmen 14-täglich ihre Freizeit dem Gesang. Unter ihrem musikalischen Begleiter und Dirigenten Stefan Spindler beeindruckten sie mit sehr rhythmisch vorgetragenen Liedern von Abba, Hanne Haller, Drafi Deutscher, Nena und Helene Fischer. „Good News“ verbreitete der gleichnamige gemischte Chor aus Börrstadt. Unter der stilsicheren Leitung von Jürgen Gündner und mit Solist Michael Schmidt hat er sich ganz den Spirituals und Pop-Songs verschrieben. Von perlendem Klavierspiel und leise wehenden Vokalen getragen waren Michael Jacksons „Earth Song“, stimmungsvoll gerieten Kompositionen von Eric Clapton und Freddy Mercury. Unter der bewährten Leitung von Ruprecht Schmidt stand der an Chorjahren noch junge MGV „Frohsinn“ Martinshöhe. Er bestach mit klarer Phonetik und Phrasierungskunst. Viel Applaus erhielt er für sein ausgewählt romantisierendes Liedgut, die a cappella vorgetragene „Birke“, „Mala Moja“ und kroatische Folklore in Landessprache. Mit 30 Sängern betrat der MGV „Concordia“ Queidersbach die Bühne. Seit 2016 führt Beate Lang den Chor. Expressiver ist sein Vortragsstil geworden. Schwungvoll und effektgeladen präsentierten die Sänger zu Christiane Fritzingers Klavierspiel Udo Jürgens, südamerikanische Klänge, den „Kriminaltango“ und den Jazz-Dixie „Sing mit mir“. Als forscher Ritt durch die Prärie erwiesen sich, mit Mundharmonikaspiel, die „American Folksongs“. A cappella fand „Die Erschaffung der Eva“ Gefallen. Von bittersüß bis zart und rockig reichte teils humorvoll überzeichnet die Palette bei einem Udo-Jürgens-Medley, das der gemischte Chor Alsenborn bot. Einen Gospelsong in Chorform gab es mit Bassbariton Harald Kronibus und „O happy Day“.

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