Kreis Kaiserslautern Arno Eckel kandidiert als Erster Beigeordneter

Nach dem Tod von Günther Dietrich muss der Posten des Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Landstuhl neu besetzt werden. Die FWG-Fraktion schlägt ihren Fraktionsvorsitzenden, den Oberarnbacher Ortsbürgermeister Arno Eckel, vor, teilte dieser gestern auf RHEINPFALZ-Anfrage mit.
Der langjährige Erste Beigeordnete Günther Dietrich aus Bann war am 28. November vergangenen Jahres im Alter von nur 67 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben (die RHEINPFALZ berichtete). Seither ist der ehrenamtliche Posten des Stellvertreters von Bürgermeister Peter Degenhardt (CDU) vakant. Da Dietrich der FWG angehörte, haben die Freien Wähler das Vorschlagsrecht. „Wir haben in unseren Reihen lange nach einem Nachfolger gesucht, doch leider vergeblich“, berichtet Arno Eckel. „Die meisten Ratsmitglieder sind beruflich so stark ausgelastet, dass sie keine Zeit mehr für ein zusätzliches Ehrenamt haben.“ Daher sei er schließlich selbst gefragt worden, ob er als Kandidat zur Verfügung stehe, so Eckel, der seit mehreren Legislaturperioden Ortsbürgermeister von Oberarnbach ist. „Meinen landwirtschaftlichen Betrieb habe ich ja inzwischen an meinen Sohn übergeben. Deshalb habe ich mich zur Kandidatur bereit erklärt.“ Allerdings werde er im Falle seiner Wahl keinen eigenen Geschäftsbereich übernehmen. Der pensionierte Polizeibeamte Günther Dietrich hatte während seiner Amtszeit die Verantwortung für Verkehr und Gewerbewesen, Bürgerdienste sowie die öffentliche Sicherheit und Ordnung. „Dieser Geschäftsbereich war ganz auf die Kenntnisse zugeschnitten, die Günther Dietrich schon aus seinem Berufsleben mitbrachte. Ich hingegen wäre darin ein Laie“, sagt Eckel, der 40 Jahre lang mit seiner Frau einen Hof in Oberarnbach bewirtschaftet hat. Der Verzicht auf einen eigenen Geschäftsbereich hat aber auch politische Gründe, wie der 62-jährige FWG-Politiker erläutert: „Ich möchte mein Ratsmandat im Verbandsgemeinderat nicht abgeben, damit ich weiter meine politische Meinung äußern kann. Gerade hinsichtlich der geplanten Fusion ist mir das sehr wichtig. Mit einem Geschäftsbereich hätte ich diese Möglichkeit des politischen Statements nicht mehr“, begründet er diesen Schritt. Im Falle seiner Wahl müsse daher die Hauptsatzung geändert werden. Dietrichs frühere Aufgaben werde dann der Bürgermeister übernehmen. Peter Degenhardt muss seit seiner Wahl zum Bürgermeister bekanntlich ohne hauptamtlichen Stellvertreter auskommen. Nach der Fusion mit der Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd wird sich das wieder ändern. „Dann werden die Karten ohnehin neu gemischt“, sagt Arno Eckel. Ob auch die SPD-Fraktion bei der Beigeordnetenwahl am 21. Januar einen eigenen Kandidaten aufstellt, ließ Fraktionschef Heribert Sachs gestern noch offen. „Wir haben noch nicht darüber geredet. In der Fraktionssitzung am kommenden Montag werden wir über diese Frage entscheiden.“ Info Der Verbandsgemeinderat tagt am Donnerstag, 21. Januar, um 18.30 Uhr im Landstuhler Rathaus. |oef