Rodenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Abenteuer beim Zeltlager im Waldfreibad

Eine von vielen Aktivitäten: Betreuer Christian Würtz übt mit Matteo Lacagnina Bogenschießen.
Eine von vielen Aktivitäten: Betreuer Christian Würtz übt mit Matteo Lacagnina Bogenschießen.

Kinderlachen und Unterhaltungen zwischen Jugendlichen waren am Wochenende im Rodenbacher Waldfreibad bis spät in die Nacht zu hören. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bezirksjugend Westpfalz organisierte hier das dreitägige Pfingst-Zeltlager zum 40. Mal. Mit dabei waren etwa 100 Kinder und Jugendliche sowie 52 Betreuer aus etwa 15 DLRG-Ortsgruppen aus der gesamten Westpfalz.

„Abenteuer um die Welt“ lautete das diesjährige Motto. Die Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren konnten an drei Tagen so manches Abenteuer erleben. Harry Potter-Fans konnten sich beim Quidditch-Spiel austoben – zwar nicht wie in den Vorlagen mit dem Besen, aber immerhin mit einer recht gut als Ersatz fungierenden Pool-Nudel. Wer gerne in die Welt des Orients eintauchen wollte, konnte einen entsprechenden Basar erleben. Wie man sich als Pirat oder geisterhafte Gestalt so fühlt, durften die Kinder auch erleben. So wurden viele Fantasien spielerisch Wirklichkeit.

„Bei unserem Zeltlager legen wir den Fokus nicht auf die Schwimmleistung, sondern darauf, etwas gemeinsam zu erleben“, erläutert Johannes Strahl von der Landstuhler DLRG-Ortsgruppe. Er war zusammen mit seinem Kollegen Joachim Bohl Lagerleiter. Dennoch war Schwimmen durchaus ein Thema. Es machte jedoch nur einen kleineren Teil der angebotenen Aktivitäten aus.

Gemeinsam feiern

Die Organisation stimmte: Geschlafen wurde in großen Zelten, in denen Platz für etwa 20 Personen inklusive Betreuern war. Das gesamte Schlaf-Equipment – Schlafsäcke und Ähnliches – wurde dabei von den Kindern mitgebracht. Für Essen war gesorgt. Gelegenheiten zum gegenseitigen Kennenlernen gab es reichlich. Apropos Essen: Auch bei den Mahlzeiten wurde an das „Abenteuer“-Motto gedacht: So gab es beispielsweise am Samstag eine kulinarische Reise in arabische Länder (etwa in Form von angebotenem Falafel). Am Sonntag bereiteten die Küchenhelfer fast 200 Portionen Sushi und Frühlingsrollen für die jungen Abenteurer zu.

Am Sonntag kamen ehemalige Betreuer, die zusammen mit den aktuellen Betreuern und Kindern das Jubiläum feiern wollten. Überhaupt spielen die Betreuer eine wichtige Rolle beim Pfingstlager. Sie sind teilweise schon von klein auf bei der DLRG und den Zeltlagern dabei und wuchsen sozusagen in ihre spätere Aufgabe hinein (ab 15 Jahren kann man nach einer entsprechenden Schulung als Betreuer dabei sein). So auch Lisa Zacher, die für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zuständig ist. Schon ihre Eltern waren Betreuer im Pfingstlager, nun ist sie selbst mit Begeisterung dabei.

Lager Olympiade

Einen großen Teil der Aktivitäten in Rodenbach nahmen die erwähnten „Abenteuer“ ein. Am Sonntag gab es da zum Beispiel eine zünftige Lager-Olympiade. Hier galt es, unter Zeitdruck an zwölf Stationen Aufgaben zu lösen. Da mussten die Kinder etwa – um noch einmal auf den beliebten Harry Potter zurückzukommen – verschiedene „Zaubertränke“ (beispielsweise Bananen-Karottensaft) probieren und erkennen. Auch Wettschwimmen und Blasrohrschießen standen bei der Olympiade auf dem Plan.

An den Abenden wurde den Kindern einiges geboten. So durfte am Samstagabend Feuerschlucken probiert werden. Am Sonntag gab es neben dem obligatorischen Lagerfeuer eine Aufführung im Schattentheater. So war es kein Wunder, dass die jungen Teilnehmer auf die Nachfrage, wie es ihnen denn gefallen habe, durchweg positiv rund begeistert reagierten. Und das sah man den Kindern auch an – überall gab es vor Aufregung gerötete Wangen und lächelnde Gesichter.

Info

Auf der Homepage westpfalz.dlrg-jugend.de gibt es ausführliche Informationen über die Veranstaltungen des Vereins.

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