Landstuhl Ökumenische Sozialstation: Pflegedienstleiterin Rosel Müller geht in den Ruhestand
Nach ihrem langen und erfüllten Berufsleben geht die Pflegedienstleiterin der Ökumenischen Sozialstation Westpfalz nun in den verdienten Ruhestand.
Der offizielle Rentenbeginn ist zwar erst am 1. Juli, durch Resturlaub und zahlreiche Überstunden hat sie ihren letzten Arbeitstag allerdings bereits hinter sich. Bei einer kleinen Feierstunde, an der neben Vertretern der Politik auch nahezu alle Bediensteten der Ökumenischen Sozialstation teilnahmen, würdigten Pfarrer Bernhard Schäfer als Vorstandsvorsitzender des Verwaltungsausschusses und Geschäftsführerin Diana Kutien die Verdienste Müllers. Müller war lange Zeit als Gesamtverantwortliche für den pflegerischen Bereich, für dessen ordnungsgemäße Durchführung, Qualität und Prozesse verantwortlich.
„Täglich im Außendienst“
„Die Pflege ist mein Ding. Ich würde auch heute den Beruf wieder ergreifen. Es ist ein sehr schöner Beruf“, betont Müller. Begonnen hatte sie 1980 im Marienkrankenhaus Ludwigshafen mit ihrer dreijährigen Ausbildung zur Krankenschwester. Danach arbeitete Müller in der Notaufnahmestation und Intensivstation des Münchner Klinikums Großhadern. Während ihrer Zeit in der Onkologie des Kreiskrankenhauses Günzburg – von 1988 bis 1992 – absolvierte Müller die Fortbildung zur Stationsleitung. Von 1992 bis 1994 war sie in der Herzchirurgie des Westpfalzklinikums Kaiserslautern tätig. Im Juni 1994 kam sie zur Ökumenischen Sozialstation, die – wie sie selbst sagt – mittlerweile zu ihrem zweiten Zuhause geworden ist.
„Ich war täglich im Außendienst und mit Herzblut bei der Versorgung unserer Kunden dabei. Das Strahlen in den Augen und die Dankbarkeit der versorgten Kunden gab mir so viel zurück“, erinnert sie sich. Allein der sowohl bei Müller als auch der gesamten Sozialstation gebräuchliche Begriff „Kunde“ kann durchaus als Ausdruck der Wertschätzung eines jeden pflegebedürftigen Menschen gesehen werden. Kundenzufriedenheit stand bei Müller sowohl im Außendienst als auch später als Pflegedienstleiterin im Innendienst stets ganz oben auf der Agenda. Obwohl ihr stets bewusst war, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten. „Mein Ziel war es, im Spannungsfeld Kundenwünsche, gesetzliche Vorgaben und wirtschaftliche Zwänge bestmögliche Lösungen zu finden.“
Müllers Wunsch: Der Pflegeberuf soll wieder attraktiver werden
Für Müller, die vor gut zehn Jahren die Pflegedienstleitung übernommen hatte, war auch die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter immer sehr wichtig. „Ich kann sagen, dass wir über all die Jahre ein gutes, eingespieltes Team waren“, betont sie. Auch mit dem Verwaltungsteam sei es stets ein unkompliziertes Miteinander gewesen.
Für die Zukunft wünscht sich die scheidende Pflegedienstleiterin, dass der Pflegeberuf wieder attraktiver wird und mehr junge Menschen sich für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden. „Viele Gründe sprechen für einen Beruf in der Pflege“, lautet ihr Fazit nach 45 Berufsjahren.