Kreis Germersheim Zweimal durch Wörth – aber nicht am Rhein

Behinderte aus dem Kreis Germersheim radeln die Donau entlang (von links): Gerhard Hellmann, Dominik Rub, Jürgen Schäffer, Patri
Behinderte aus dem Kreis Germersheim radeln die Donau entlang (von links): Gerhard Hellmann, Dominik Rub, Jürgen Schäffer, Patrik Klein, Andreas Maucher (Betreuer), Bernd Greinert, Gerhard Liebel, Edi Binschedler (Begleiter) und Torsten Glöckner.

Bei der Kreisvereinigung Germersheim der Lebenshilfe gehört eine Radtour mit Behinderten schon zur Tradition, sie fand in diesem Jahr bereits zum 16. Mal statt.

Die Fahrt ging auf dem Donauradweg von Regensburg über Straubing, Deggendorf und Vilshofen nach Passau. Teilgenommen an der Fahrt haben sieben „Lebenshilfe-Radler“ und ihre Betreuer Edi Binschedler und Andreas Mauscher. Nachdem die Radler am Bahnhof von Regensburg ihre von der Spedition Nuss dorthin gebrachten Fahrräder übernommen hatten, ging es auf die erste Etappe. Überrascht waren die Teilnehmer, dass sie in „Wörth an der Donau“ übernachten mussten. Als man am vorletzten Tag nach 200 geradelten Kilometer das Ziel Passau erreicht hatte, wurden die Räder wieder für den Rücktransport auf den Nuss-LKW verladen. Beladen mit dem leichten Übernachtungsgepäck ging es dann zu Fuß den Berg hoch zur Burg-Jugendherberge. Schlafen konnten die neun Südpfälzer jedoch kaum, es wütete ein gewaltiges Gewitter . Etwas erholen konnten sie sich im Zug, mit dem sie jedoch wegen Stromausfall erst nach einer langen Verspätung ihre Heimreise antreten. Dass sie dabei auch an einem „Wörth an der Isar“ vorbei kamen, wurde lachend festgestellt. Trotz der körperlichen Anstrengungen, bei denen die Behinderten auch ihre Grenzen erleben mussten, genossen sie die Abwechslungen von ihrem normalen Heimleben. Die Teilnahme an solch einer Fahrt oder ähnliche Angebote sind für behinderte Menschen wichtig, ermöglichen sie ihnen doch die Entdeckung ihrer Persönlichkeit. Sie werden so selbstbewusster und merken, dass sie von anderen geachtet werden. Gleichzeitig werden durch viele Kontakte mit der Bevölkerung teilweise noch vorhandenen Hemmnisse abgebaut und so auch die Integration gefördert und ein Beitrag zur angestrebten Inklusion geleistet. Die Lebenshilfe-Radler wissen aber auch, dass ein derartiges Erlebnis ohne großzügige Spenden nicht möglich wäre.

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