Kreis Germersheim Zur Sache: Weitere Ladestationen im Landkreis

In Germersheim wird in knapp zwei Wochen eine Ladestation für Elektroautos auf dem Parkplatz des Real-Marktes in Betrieb genommen. Die Ladesäule steht zwar schon, sagt Marktleiter Stephan Henneberg im RHEINPFALZ-Gespräch, doch fehlt noch eine Steuereinheit. Der soll diese Woche angeschlossen werden. Real stelle die Fläche zur Verfügung, der Anbieter „allego“ betreibe die Ladestation. Bereits vor zwei Jahren hat Henneberg eigenen Angaben zufolge mit einem Betreiber für eine Ladestation Gespräche aufgenommen, doch sei daraus nichts geworden. Für den Marktleiter war es wichtig, dass Kunden während ihres Einkaufs oder einer Pause im Café der Bäckerei Görtz die Möglichkeit haben, ihr Fahrzeug aufzuladen. Rund 30 Minuten dauere es, bis beispielsweise ein E-Golf zu 80 Prozent geladen sei. „Die restlichen 20 Prozent benötigen etwas mehr Zeit“, sagt Henneberg. Ein Tesla, der über größere Akkus verfüge, benötige rund eine Stunde zum Laden. Die Kilowattstunde koste derzeit 69 Cent. Auch die Thüga-Energie treibt den Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur in der Region voran. Neben Rülzheim und Kandel soll auch in Schifferstadt eine Ladestation aufgestellt werden. Die Kosten für die drei Ladesäulen beziffert die Thüga mit rund 170.000 Euro. Der Strom kommt dem Unternehmen zufolge zu 100 Prozent aus Wasserkraft. „Mit sauberen Motoren können wir die Luft in unseren Städten und Gemeinden deutlich verbessern“, sagt Markus Spitz, Geschäftsführer der Thüga-Energie. Er sieht Elektro- und Erdgasmobilität gleichermaßen als Lösung, um Klimaschutz im Verkehr effizient umzusetzen. Derzeit betreibt Thüga-Energie zehn Erdgastankstellen und fünf Ladesäulen für Elektroautos. Nun kommen drei weitere hinzu. 40 Prozent der Kosten, also rund 68.000 Euro, werden vom Bund durch das Programm Ladeinfrastruktur bezuschusst. In Rülzheim wird die Ladestation in der Mittleren Ortsstraße aufgestellt, in Kandel in der Gartenstraße. Rülzheims Ortsbürgermeister Reiner Hör, Verbandsbürgermeister Matthias Schardt sowie Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile freuen sich über die Investition.