Kreis Germersheim Zur Sache: Wörth ist auf „Doppelschlag“ zurück

Die Polizeiinspektion Wörth hatte zu Jahresbeginn auch ein neues Wechselschichtmodell getestet. Seit 1. Juli arbeiten die Schichtpolizisten der Polizeiinspektion Wörth wieder nach dem Doppelschlag-Wechselschichtmodell. Das sagte Inspektionsleiter Thomas Lederer auf Nachfrage. Grund für den Rückschritt auf das bekannte System sei die Unzufriedenheit der Polizeibeamten mit dem ausgewählten Schichtmodell gewesen. Wie bei der Germersheimer Polizei auch, wurde in den fünf Dienstgruppen Früh-, Spät- und Nachtschicht – allerdings an drei Tagen gearbeitet. Die Mittwochsschicht wurde donnerstags kopiert. Wer also mittwochs Nachtdienst hatte, musste auch donnerstags die Nacht durcharbeiten. Auf die Nachtschicht folgten zwei freie Tage. Doch um auf 40 Stunden pro Woche zu kommen, mussten Zusatzdienste geleistet werden. Und da war Lederer zufolge manchen Polizisten die Erholungszeit zu kurz. Außerdem gab es sonntags in Wörth 12-Stunden-Schichten. Dadurch hatten sich die Dienstgruppen einen zusätzlichen freien Sonntag im Monat erarbeitet. Geplant war, ab 1. Juli nach dem beschriebenen Wechselschichtmodell weiterzuarbeiten. Nur sollte die 12-Stunden-Schicht sonntags wegfallen. Doch dazu kam es nicht, weil die Polizisten bei einer Abstimmung sich gegen das Modell ausgesprochen hatten und zurück zum Doppelschlag wollten, wie Lederer erzählt. Nun werde abgewartet, was das Land nach Auswertung der Fragebögen als Schichtmodelle vorgebe. „Bis Anfang des vierten Quartals 2018 werden wir uns entschieden haben, nach welchem Wechselschichtmodell ab 1. Januar 2019 gearbeitet wird“, sagte Inspektionsleiter Lederer.
