Kreis Germersheim Zur Sache: Die Stadt braucht bald mehr Pflegeheim-Plätze

Mit Blick auf die größer werdende Anzahl älterer Menschen stellt die Studie fest, dass in der ambulanten Pflege keine Engpässe zu erwarten seien. In der stationären Pflege gebe es hingegen keine freien Kapazitäten. Das Pfarrer-Johann-Schiller-Haus arbeite bereits seit langem an seiner Kapazitätsgrenze, es gibt eine Warteliste. Allerdings stammen zur Zeit nur 56 Bewohner des Hauses aus Wörth. Die zentrale Frage ist nach Auffassung von „LQM-Marktforschung“, ob die Stadt in absehbarer Zeit ein zweites Pflegeheim baut beziehungsweise bauen lässt? Oder möchte sie künftig über die Ortsteile verteilt kleinere Einrichtungen? Letzteres entspräche dem Pflege-5.0-Konzept des Kreises Germersheim. Es sieht Pflegeeinheiten für acht bis zwölf Menschen vor. „LQM-Marktforschung“ sieht diesen Ansatz kritisch: Das Konzept sei sehr kompliziert und sei bisher nur in Neuburg nach mehrjähriger Vorarbeit eines sehr aktiven Trägervereins und in Eichstätten/Kaiserstuhl umgesetzt worden. „Ansätze, es auch in weiteren Kommunen des Landkreises umzusetzen, sind bisher nicht erkennbar von der Stelle gekommen“, so die Studie: „Zudem müssten in den kommenden Jahren in der Stadt Wörth bis zu zehn Häuser dieser Art errichtet werden.“ Die Markforscher schlagen deshalb vor, zeitnah unter Einbeziehung aller Betroffenen in einer Kommunalen Pflegearbeitsgruppe folgende Alternativen zu diskutieren: • ein weiteres Haus wie das Pfarrer-Johann-Schiller-Haus; •in allen Orten kleinere Einrichtungen für etwa 50 Menschen, die (Bau)träger in standardisierter Bauweise anbieten, gegebenenfalls mit je einem Haus gemäß Pflege-5.0 in allen Orten.
