Kreis Germersheim Zu groß fürs Dorfzentrum

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Die WR Wohndesign GmbH aus Westheim will in Lustadt in der Oberen Hauptstraße, wo sich früher „Geka“- und „Nah & Gut“-Markt befanden, ein Mehrfamilien- und Geschäftshaus bauen. Der Lustadter Bauausschuss war sich bei der jüngsten Sitzung einig, dass das geplante Gebäude „eine Nummer zu groß“, ist. Morgen treffen sich Ortsgemeinderat, Bauausschuss und Investor zu einer Sondersitzung vor Ort.

Ortsbürgermeister Volker Hardardt (FWG) stellte im Ausschuss das Projekt vor. Er betonte, dass das Gebäude an der höchsten Stelle über 15 Meter hoch sei. „Es ist schön, wenn sich die Ortsmitte weiterentwickelt.“ Aber: „Nebenan sind Einfamilienwohnhäuser, die wesentlich niedriger sind.“ Und darauf müsse man Rücksicht nehmen. „Die Fassade ist als bandförmige Lochfassade ausgeführt und setzt sich deutlich vom umliegenden Bestand entlang der Unteren und Oberen Hauptstraße ab“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Und weiter: „Entlang der Mozartstraße entwickelt das geplante Gebäude eine fünfgeschossige Fassade. Bedingt durch den Geländeabfall zum Hofgraben wird im Untergeschoss eine Nutzung als Tiefgarage möglich.“ Auf Anfrage von Michael Ott (SPD) informierte Hardardt, dass „Geschäftseinheiten, Büros und barrierefreie Wohnungen“ im Gebäude entstehen sollen. So wolle der Investor selbst dort ein Büro beziehen – „und die VR-Bank möchte rein“. Nachfragen gebe es bereits. An der nördlichen, zur Oberen Hauptstraße orientierten Gebäudefront sollen im Erdgeschoss fünf Ladenflächen entstehen – jeweils zwei mit Grundflächen von 77 und 70 und eine mit 95 Quadratmetern: „Straßenseitig sind zehn senkrecht platzierte Parkplätze den Ladenflächen zugeordnet.“ Problem dabei: Schräg gegenüber befindet sich die Ein- und Ausfahrt des Wasgau-Marktes. Die Zahl der geplanten Wohneinheiten geht aus den Unterlagen nicht hervor, kann aber auf zirka 25 Wohneinheiten geschätzt werden. Bei 25 barrierefreien Wohnungen muss der Investor 38 barrierefreie Parkplätze nachweisen – und die gehen aus den Unterlagen ebenfalls nicht hervor: „Es wird daher befürchtet, dass der Nachweis der zu erbringenden Stellplätze in der vorliegenden Dimension des Vorhabens nicht nachgewiesen werden kann“, heißt es dazu in der Sitzungsvorlage. TERMIN Öffentliche Sondersitzung des Ortsgemeinderates und des Bauausschusses Lustadt am Samstag, 1. Dezember, 10 Uhr, im ehemaligen „Nah & Gut“-Markt.

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