Kreis Germersheim Wohnbau-Hausmeister Rolf Schwarz geht in Rente

Für fast 1000 Wohnungen war Rolf Schwarz bei der Wohnbau verantwortlich.
Für fast 1000 Wohnungen war Rolf Schwarz bei der Wohnbau verantwortlich.

WÖRTH. „Die Wohnbau ohne ihn ist kaum denkbar. Das ist seine Wohnbau“, sagt Geschäftsführerin Petra Pfeiffer. Wer damit gemeint ist, das können sich viele Wörther denken. Denn wer kennt Rolf Schwarz nicht, den Hausmeister der Wohnbau. Am Freitag hat nach über 37 der „Leiter des Regiebetriebs“ seinen letzten Arbeitstag.

1976 begann Schwarz eine Lehre als Bäcker in der damaligen Bäckerei Brodback in der Ottstraße, wo er auch seine Gesellenprüfung ablegte. Nach fast zehn Jahren als Bäcker leistete er – über das Arbeitsamt vermittelt – ein dreiwöchiges Praktikum bei der Wohnbau ab. „Die haben mich gleich behalten, erst als Gehilfe für die Hausmeister, dann nach einem halben Jahr als Hausmeister. Damals waren wir sechs Hausmeister. Jetzt sind wir noch drei und dazu vier Gärtner für fast 1000 Wohnungen in Wörth und Maximiliansau“, erzählt Schwarz der RHEINPFALZ.

In seinem Berufsleben hat er drei Geschäftsführer und seit elf Jahren eine Geschäftsführerin – eben Petra Pfeiffer – erlebt. Als diese 2012 nach Wörth kam, hat sie Schwarz zum „Leiter des Regiebetriebs“, zum „Chef“ der Hausmeister und Gärtner ernannt. „Früher waren wir Hausmeister Mädchen für alles – vom Glühbirnen- bis zum Waschbeckenwechsel oder Türenaufschließer. Seit der Ära Pfeiffer gibt es aus versicherungstechnischen Gründen die Fremdvergabe. Wir haben die Überwachung der Haustechnikanlagen, nehmen Schäden auf und vergeben bis zu einem gewissen Teil auch Aufträge“, beschreibt Schwarz den Wandel.

Hohe Geldsumme unter der Badewanne

Über seine Erlebnisse in dieser langen Zeit könne er ein Buch schreiben, sagt er. So berichtet er vom Auffinden mancher Toten in der Wohnung, vom Entdecken einer höheren Geldsumme vom Vor-Vor-Mieter unter der Badewanne bei einem Schaden am Siphon oder vom Eintreffen der Polizei zum Durchsuchen einer Wohnung.

„Er ist einfach ein Gutmensch, herzlich, immer gut gelaunt und hilfsbereit – einfach unvorstellbar, dass er geht“, sagt die Geschäftsführerin. Durch seine vielen Kontakte habe er für die Wohnbau auch manch gute Anregung gehabt, durch die das Unternehmen finanzielle Einsparungen hatte. Als Beispiel nennt Pfeiffer den Abriss der 280 Garagen in der Keltenstraße. „Da hat er uns an jemanden verwiesen, der welche brauchte und diese so mitgenommen hat.“

Als Verwalter der Grillhütte macht er weiter

Schwarz legt Wert darauf, dass für ihn immer die Familie, zu der zwei Jungen, ein Mädchen und zwei Enkel) gehören, und die Wohnbau Vorrang hatten. Im Ruhestand wird er Arbeit in seinem Garten finden und weiterhin seinem Minijob als Verwalter der Wörther Grillhütte für die Stadt , was er seit 15 Jahren macht, nachgehen. „Da finden fast jedes Wochenende Veranstaltungen von Firmen oder von Privatpersonen statt und es gibt genügend Arbeit“, berichtet Schwarz.

Petra Pfeiffer gibt indes die Hoffnung nicht auf, ihn bei der Abschiedsfeier doch noch überreden zu können, wenigstens einen kleinen Job für die Wohnbau zu übernehmen.

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