Kreis Germersheim Wo den Bürger der Schuh drückt

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Bei einem Vor-Ort-Termin am vergangenen Freitag in Schaidt verschaffte sich der SPD-Stadtverband Wörth einen Überblick über die dringendsten Probleme im Ortsteil.

Neben etlichen Bürgern, Ortsbeiräten und Stadträten waren auch der Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler und die Landtagsabgeordnete Barbara Schleicher-Rothmund beim Treffpunkt am Dorfplatz mit von der Partie. Gemeinsam mit Bürgermeister Dennis Nitsche und dem Schaidter SPD-Ortsvorsitzenden Herbert Hauck erörterten sie die planerischen „Baustellen“ im Ort. Zu den diskutierten Themen zählten unter anderem verkehrsberuhigende Maßnahmen, der Bau eines Radwegeübergangs am Bahnhaltepunkt, die Einrichtung eines Rollatorwegs an der Lunz oder der aktuelle Stand zur Kulturhalle. Zum Gesamtverkehrskonzept mit Einbindung einer Ortsumgehung sagte Hauck: „Wir sollten Maßnahmen ergreifen, welche die Umgehungsstraße zunächst nicht einbinden. Denn mit deren möglicher Umsetzung ist laut Landesbetrieb Mobilität wohl erst im Jahr 2025 zu rechnen. Wir brauchen daher konkrete Maßnahmen vor Ort, die uns früher helfen.“ Dazu zählte er Tempo-30-Zonen an Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten. Ein Arbeitskreis habe sich gebildet, um verkehrsberuhigende Maßnahmen aufzulisten. Schleicher-Rothmund betonte, dass es wichtig sei, bei einem umfassenden Verkehrskonzept alle Eventualitäten zu bedenken. „Das muss fehlerfrei und gerichtsfest sein.“ Beim Thema Verkehr schaltete sich der Bundestagsabgeordnete Hitschler ein und verwies auf das aktuelle Planfeststellungsverfahren zur zweiten Rheinbrücke. „Dies ist eines der großen und wichtigen Projekte für die Südpfalz. Dafür müssen wir kämpfen“, betonte er. Einige Schritte weiter ging es beim Rundgang an der Lunz um das Kopfsteinpflaster, das Rollator-Fahrern oder Frauen mit Kinderwagen das Leben schwermacht. „Barrierefreiheit ist ein Riesenthema für uns“, so Bürgermeister Nitsche. 60.000 Euro seien für die Umgestaltung bereits eingestellt. Entscheidend sei, dass man die im Prinzip schöne Anlage praktischer gestaltet und in Hinblick auf den demografischen Wandel funktionaler und besser begehbar mache. Nächster Stopp der Gruppe war der Radweg an den Bahngleisen, der abrupt aufhört und auf die Straße führt. „Das ist unglücklich, wie dieser Radweg hier endet“, sagte der Bürgermeister. Man habe in der Kommune das Problem des Lückenschlusses längst erkannt. Allerdings seien auch die Bahn und der Landesbetrieb Mobilität beteiligt. „An den Kosten würde das nicht scheitern. Aber wir müssen eben auch die anderen Projektbeteiligten sensibilisieren.“ Neben Betreutem Wohnen, dem Potenzial für Wohnbebauung am Ort sowie der oftmals marode Straßenzustand in der Region war auch der Neubau der Kulturhalle ein Thema. „Wir sind hier auf einem guten Weg, das Projekt wird immer konkreter. Der Bebauungsplan steht, wird noch geprüft, aber im Grunde steht dem nichts mehr im Wege“, so Nitsche .

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