Kreis Germersheim Was läuft schief?

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Man könnte den Eindruck gewinnen, dass im Landkreis Südliche Weinstraße in Sachen Tempo 30 mehr geht als im Kreis Germersheim. Zu diesem Schluss kommt die Sprecherin der Bürgerinitiative „Schöner leben an Durchgangsstraßen“ (BI Schlad) Knittelsheim, Elke Rosenbaum.

Als Beweis führt sie an: Oberhausen möchte weiter Tempo 30 und der LBM schlägt innerorts eine Strecke für Tempo 30 vor. In Knittelsheim, Ottersheim und Bellheim warte die BI seit der Verkehrszählung im September 2014, der Vorstellung der Lärmwerte Anfang Oktober und dem noch „so unbedingt wichtigem Abgleich wer Lärmschutzfenster hat “ und wer nicht, vergeblich auf einen Vorschlag des LBM für ein Tempo 30, schreibt Rosenbaum. Obwohl die Gemeinderäte für das Thema Lärm und Schwerlastverkehre laut Rosenbaum sensibilisiert sind, sich bemühen und einen einstimmigen Beschluss Tempo 30 (Knittelsheim) gefasst haben, geht absolut nichts. Sie fragt: Was läuft schief hier im Landkreis? Pendler wüssten längst, die L 509 sei eine der wichtigsten Ost-West-Verbindung und werde sehr stark vom Schwerlastverkehr genutzt. Sie diene als Zufahrtstraße für die Gewerbegebiete in Offenbach, Landau und Bornheim. „Wir fordern deshalb, dass die Infrastruktur dem veränderten Bedarf angepasst wird. Runter mit der Stickoxid, Feinstaub- und Lärmbelastung für die Anwohner. Tempo 30 innerorts und keine leeren Versprechungen seitens der Politik mehr“, so Rosenbaum. Dass es keine Planung für eine Umgehungsstraße für Knittelsheim und Ottersheim gibt, habe die BI im Oktober erfahren. Dies sei widersprüchlich zu den Aussagen des Innenminister Lewentz im Frühjahr. Es gehe um den Bau einer tragbaren Gewerbezufahrtsstraße von der B 9 kommend in Richtung Westen. „Wir wollen nicht hoffen, dass jegliche Entscheidungen über unsere Anträge unnötig bis nach der Landtagswahl 2016 verzögert werden“, schreibt Elke Rosenbaum abschließend. (rhp)

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