Hagenbach Waldbrand: 160 Wehrleute seit dem Nachmittag im Einsatz

Blick vom Wasserturm Berg auf die Brandstelle.
Blick vom Wasserturm Berg auf die Brandstelle.

Die Landstraße 540 ist vermutlich noch bis 22.30 Uhr zwischen Hagenbach und Berg gesperrt. Grund ist ein Waldbrand im Bienwald bei Berg in der Nähe des Kalksandsteinwerks, der die Feuerwehren aus dem Kreis am Montagnachmittag sowie am Abend in Atem hielt. Seit etwa 21.30 Uhr ist der Brand gelöscht. Es finden nun noch nötige Nacharbeiten statt.

Entdeckt wurde das Feuer von der Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 43 gegen 16.20 Uhr bei einem Überflug. Die integrierte Leitstelle Landau alarmierte daraufhin die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Hagenbach, die Feuerwehr Wörth und Kandel. In Zeiten mit hohem Waldbrandgefahrenindex werden immer mehrere Wehren alarmiert, um sicher zu stellen, dass frühzeitig Einsatzkräfte mit den nötigen Brandbekämpfungsmitteln an der Einsatzstelle eintreffen, teilte die Feuerwehr Kandel mit.

Da die genaue Brandstelle zunächst nicht klar war, diente der Wasserturm von Berg als Beobachtungspunkt. So konnten die ersten Einsatzkräfte schnell zum Brandherd gelotst werden. Das Feuer brannte laut der Einheit aus Kandel zu diesem Zeitpunkt bereits auf einer Fläche von etwa 40.000 Quadratmetern. Aufgrund dieses Ausmaßes alarmierte der Einsatzleiter den Katastrophenschutzzug des Landkreises, bestehend aus den Modulen Brandbekämpfung, Wasserförderung und Wassertransport.

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren bekämpften, eingeteilt in zwei Einsatzabschnitte, das Feuer und begrenzten den Schaden weitestgehend auf das vorgefundene Ausmaß. Auch eine Ausbreitung auf die hoch gewachsene Vegetation, wie etwa Baumkronen, konnte durch das rasche Eingreifen verhindert werden, teilte die Feuerwehr mit. Die DLRG Wörth sowie die Feuerwehr Wörth haben Drohnen im Einsatz, mit denen sich die Einsatzkräfte ein Bild von der Lage aus der Höhe verschaffen können. Auch dabei sind Forstrevierleiter, die über eine besondere Ortskenntnisse und technischen Mittel verfügen. Die Sanitätsbereitschaft stellte die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte sicher. Insgesamt sind 160 Kräfte im Einsatz, wovon 100 Einsatzkräfte durch den Katastrophenschutzzug bereitgestellt werden.

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