Kreis Germersheim Wörth: Verfolgungsjagd mit gestohlenem BMW endet im Gefängnis
Zu einer rasanten Verfolgungsfahrt auf badischer Rheinseite kam es am Dienstagvormittag mit einem gestohlenen BMW X3. Das Auto war in der Nacht auf Sonntag in Wörth gestohlen worden. Polizisten spürten den gesuchten Wagen kurz vor 10 Uhr im Bereich Rheinstetten auf. Der Fahrer hatte allerdings kein Interesse an einer polizeilichen Kontaktaufnahme und flüchte auf die B 36 in Richtung Rastatt. Beamte des Polizeipostens Rheinstetten und der Autobahnpolizei nahmen die Verfolgung auf. Als sich die Flucht über Durmersheim nach Rastatt ausweitete, wurden weitere Polizeistreifen hinzugezogen. Während der knapp 20 Minuten andauernden Verfolgungsfahrt wurden etliche Verkehrsteilnehmer gefährdet.
Gegen den Fahrer liegt ein Haftbefehl
Vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit kam der Flüchtige auf der B 36 in Höhe der Abfahrt Bietigheim Nord von der Fahrbahn ab, überfuhr zwei Verkehrsinseln und kollidierte mit der Leitplanke. Ein letzter Fluchtversuch zu Fuß des leicht verletzten Fahrers scheiterte. Der Einfluss von Betäubungsmitteln könnte laut Polizei zu der halsbrecherischen Fahrt geführt haben. Eine Blutentnahme soll Aufschluss bringen. Zudem hat der 22-Jährige keinen Führerschein. Die Kennzeichen des BMW wurden zuvor in Wörth gestohlen. In dem Auto fanden die Polizisten geringe Mengen Marihuana, zwei Waffen und ein Messer. Gegen den 22-Jährigen lag ein Vollstreckungshaftbefehl wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. So endete die Flucht im Gefängnis. Sein 17-jähriger Beifahrer blieb unverletzt und wurde an einen Erziehungsberechtigten übergeben. Die Polizei ermittelt nun, inwieweit beide Männer an dem Auto- und Kennzeichendiebstahl beteiligt waren