Kreis Germersheim Wörth: Schauffele-Gelände wird kein Parkplatz

Das Gelände am Schauffele-See ist eine Industriebrache und wäre erst nach einer Sanierung als Parkplatz nutzbar, so die Stadtver
Das Gelände am Schauffele-See ist eine Industriebrache und wäre erst nach einer Sanierung als Parkplatz nutzbar, so die Stadtverwaltung.

Das Schauffele-Gelände ist als unsanierte Industriebrache zu betrachten. Auf dem Gelände sind Altlasten vorhanden. Die derzeit bestehende Kiesfläche ist weder unproblematisch zu befahren noch zu beparken. Der Vorschlag des Aktionsbündnisses „Zweite Rheinbrücke“, dort während der Sanierung der Rheinbrücke Parkplätze einzurichten, kann deshalb nicht umgesetzt werden, so Bürgermeister Dennis Nitsche (SPD) auf Anfrage der RHEINPFALZ.

Zur Nutzung als Parkraum wäre eine Aufarbeitung der Parkfläche, der Erschließungsstraße, der Entwässerung (mit Ölabscheidung), der Beleuchtung sowie generell der Verkehrssicherung erforderlich, so Nitsche. Aufgrund der baulichen Anlagen, die teilweise im Boden unsichtbar vorhanden sind, sowie einer Vielzahl von Hinterlassenschaften des ehemaligen Kieswerks besteht ein erhebliches Gefährdungspotenzial, weshalb das Areal auch durch eine Zaunanlage eigens gesichert werden musste. „Die Verkehrssicherungspflicht der Stadt Wörth kann auf dem Areal vor einer umfassenden Sanierung nicht gewährleistet werden“, so Nitsche.

Zweifel an Sinnhaftigkeit

Darüber hinaus sei die Sinnhaftigkeit der Ausweisung von Parkraum auf dem Schauffele-Areal auch erheblich in Zweifel zu ziehen, so Nitsche: „Autofahrer die über die A65 (von Kandel), die B9 (von Jockgrim) oder die L540 (von Hagenbach) auf Wörth zufahren, werden in den Hauptverkehrszeiten bereits erheblich vor der Stadt Wörth in stockenden Verkehr und Stau geraten.“ Angeraten sei daher nach Meinung der Stadtverwaltung ein möglichst großräumiger Umstieg in den ÖPNV schon vor Staubeginn. Ein Umstieg erst kurz vor Passieren des Nadelöhrs Rheinbrücke – nachdem Fahrzeugfahrer bereits erhebliche Zeit im Stau verbracht haben um das Schauffele-Gelände zu erreichen – sei weder zu erwarten noch aus individueller Perspektive sinnvoll.

Kein direkter Bahnhof-Zugang

Das Schauffele-Gelände sei zudem lediglich über einen Fußweg mit 5 bis 10 Minuten Gehzeit an den Haltepunkt „Alte Bahnmeisterei“ angebunden. Von dort verkehren zudem die langsamen Straßenbahnen der S5. Ein direkter Zugang zum Bahnhof und den schnelleren DB-Verbindungen sei nicht möglich. Illegale Gleisübertritte zur Abkürzung des Weges sind eine erhebliche Gefahrenquelle. „Durch Errichtung der Zaunanlage wurde dieses Gefährdungspotenzial bereits angegangen“, so Nitsche. Für die Wörther Bürgers sei der Bahnhof per Rad ideal erreichbar. Zu Fuß seien die zahlreichen Haltestellen der Straßenbahn verfügbar. Die Stadt Wörth verfolge zur Bewältigung der Einschränkungen während der Ertüchtigung der Rheinbrücke ein Konzept das sich auf die Stärkung des ÖPNV, verstärkte Kontrollen der Durchfahrtverbote, Geschwindigkeitsüberwachung sowie die temporäre Schließung der Ortsdurchfahrten stützt. „Dazu arbeitet die Stadtverwaltung intensiv mit Planungsbehörden, Büros, Polizei und den Trägern des ÖPNV zusammen“, so Nitsche.

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