Kreis Germersheim Wörth: Auf Rheinbrücke wird Zelt aufgebaut

Kleine Zelte schützen die Arbeiter vor Regen. In der kommenden Woche wird über die ganze nördliche Brückenhälfte ein Zelt gespan
Kleine Zelte schützen die Arbeiter vor Regen. In der kommenden Woche wird über die ganze nördliche Brückenhälfte ein Zelt gespannt.

Asphaltschicht auf der Nordseite der Rheinbrücke ist bereits abgefräst - Diese Woche Arbeiten an Brückenabdichtung

Die Brückenabdichtung, die bisher verhinderte, dass beispielsweise winterliches Salzwasser der Brückenkonstruktion zusetzen kann, dürfte spätestens Anfang kommender Woche, wahrscheinlich schon an diesem Wochenende Geschichte sein. Im Laufe der nächsten Woche wird dann das Zelt aufgebaut, in dessen Schutz später der ultrahochfeste Beton eingebaut wird und das bis dahin die ganze Baustelle vor Witterungseinflüssen schützt. Während sich auf der südlichen Brückenhälfte, wo dem gesamten Verkehr inzwischen nur noch insgesamt vier verengte Fahrstreifen zur Verfügung stehen, der Verkehr immer wieder staut, geht es auf der nördlichen Brückenhälfte mit hohem Tempo voran. Bisher, so Jürgen Gentner von Regierungspräsidium Karlsruhe, laufen die Arbeiten wie am Schnürchen und es gibt keine Hinweise auf irgendwelche Verzögerungen. Wobei man natürlich nie genau wissen kann, welche Überraschungen der von Asphalt und Bitumen befreite Untergrund zu bieten hat.

Für Vibrationsfreiheit sperren

Der Blick von unten, aus dem unteren Brückenkasten auf die darüber liegende Stahlplatte, ist bisher aber nicht dazu angetan, nervös zu machen. Trotzdem wird die Phase bis zu der für Mitte April geplanten, ersten Betonage natürlich optimal genutzt. Die blanke Stahlplatte wird mit „zerstörungsfreien“ Methoden, also mit Ultraschall, Röntgenstrahlen und vergleichbaren Verfahren, die dem Material nicht schaden, genau unter die Lupe genommen. Kleinere Risse sollen verschweißt und geglättet werden, danach folgt eine hochgenaue Vermessung der Brücke, um die genauen Einbauhöhen zu ermitteln. Hierfür wird die Brücke, wie schon mehrfach gemeldet, in der Nacht vom 23. auf den 24. Februar ab 23 Uhr abends für rund neun Stunden voll gesperrt. Nur wenn das Bauwerk frei von Vibrationen ist, können die Messgeräte optimale Ergebnisse liefern. Anhand der Messergebnisse kann dann die Betonage, exakt vorbereitet werden. Betoniert werden soll weiterhin an den Wochenenden vom 13. bis 15. April, sowie vom 20. bis 22. April. Jeweils ab Mitternacht wird die Brücke voll gesperrt, spätestens um 5 Uhr am frühen Montagmorgen soll der Verkehr wieder fließen. Info https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk

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