Kreis Germersheim Volle Geschäfte und Schlangen an den Kassen

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Eine volle Hauptstraße, volle Geschäfte und Schlangen an den Kassen – am gestrigen Maimarkt-Sonntag bewies Kandel, dass es als Einkaufsstadt immer noch ein Besuchermagnet ist.

Das Markttreiben ging am Sonntag schon recht früh los. Vor allem in der Hauptstraße wurden schon vor 14 Uhr viele Menschen mit großen Einkaufstüten in den Straßen gesehen und vor vielen Geschäften drängten sich am Eingang die Kunden, denn der Besucherstrom riss kaum ab. Und tatsächlich gab es an den Kassen Schlangen. Zu wundern braucht man sich darüber jedoch nicht, haben die Geschäftsleute doch mit Sonderrabatten, Marktpreisen, Gewinnspielen und anderen Aktionen Anreize zum Einkaufen geschaffen. Dabei kann man immer nur staunen, was sich die für die Werbung verantwortlichen Mitarbeiter alles einfallen lassen. Dazu nur ein Beispiel: Wo sonst noch als in Kandel kann ein Kunde die Höhe seines Rabatts in einem ganz eigenen Dschungel mit Bananenwürfen auf die bekannten drei Affen bestimmen? Aber auch auf dem Marktplatz und den Ständen der fliegenden Händler herrschte schon recht früh reges Leben, auch wenn die Fahrgeschäfte wohl gerne etwas mehr Kunden gesehen hätten. Dass man an den Bänken und Tischen der Ess- und vor allem der Getränkestände in der Marktstraße zwischen 14 und 15 Uhr kaum noch einen freien Platz finden konnte, war wohl dem tollen Sonnenschein zu verdanken. Sankt Petrus, der ja für das Wetter zuständig soll, ist anscheinend doch, wie ein Besucher feststellte, ein echter Kandeler. Und da im Festzelt die in Kandel stets gern gesehenen und gehörten „Bienwald-Oldies“ aufspielten, ging es auch dort auch rund. Im Lauf des Nachmittags nahm der Zustrom der Besucher kaum ab, ja auf dem Rummelplatz und in seiner Umgebung nahm er sogar noch zu, machen doch viele Familien nach einem Einkaufsbummel noch Station. So war es auch früher schon üblich, stellte doch ein Kandeler Familienvater einst fest, dass die Kandeler Märkte sehr familienfreundlich sind. „Am Marktsonntag“ so seine Rede, „geht die Mutter zuerst zum Großeinkauf in die Hauptstraße, dann gehen die Kinder zum ,Reitschulfahren’ auf den Rummelplatz und dann kann ich, sofern etwas Geld übrig geblieben ist, im Festzelt endlich in Ruhe ein Bier trinken“. Auf jeden Fall kann man auch in diesem Jahr wieder den Schluss ziehen, dass der Marktsonntag eine Freude und ein Genuss für die Besucher, hoffentlich ein Erfolg für die Geschäftsleute und Marktbesucher, aber ganz bestimmt für die Organisatoren und eine tolle Werbung für die Bienwaldstadt war. (wm)

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