Kreis Germersheim Unterstützung für Kinder und Lehrer

Eine neue Aufgabe sollen die Förderschulen in Germersheim und Wörth bekommen: Der Schulträgerausschuss empfiehlt dem Kreistag die Einrichtung eines Förder- und Beratungszentrums zum Schuljahr 2019/2020. Schulleiterin Petra Mohr hat das Konzept in der Ausschusssitzung am Dienstag vorgestellt. Es war die erste Sitzung unter der Leitung des neuen Beigeordneten und Sozialdezernenten Christoph Buttweiler.
Eltern behinderter Kinder haben inzwischen freie Schulwahl. Das bedeutet, sie können selbst entscheiden, ob ihr Kind an einer Förderschule oder an einer Schwerpunktschule unterrichtet werden soll. Da sich immer mehr Eltern für die Schwerpunktschulen entscheiden, sehen sich die Bienwald-Schule in Wörth und die Nardini-Schule in Germersheim, beide mit dem Förderbereich „Lernen“ , mit stark sinkenden Schülerzahlen konfrontiert. (wir berichteten). Gleichzeitig besuchen inzwischen 104 Schüler mit Förderbedarf die Schwerpunktschulen im Kreis. Diese Regelschulen mit extra Förderpersonal gibt es in jeder Verbandsgemeinde. Um Schüler und Lehrer an diesen Schulen mit „sonderpädagogischer Fachkompetenz“ zu unterstützen, soll an den Förderschulen ein Förder- und Beratungszentrum (FBZ) entstehen. Das Konzept wurde von Petra Mohr im Ausschuss präsentiert: So könnten sich die Teams der Schwerpunktschulen vom FBZ beraten lassen. Dieses soll außerdem die individuelle Förderung von Kindern im Blick haben und zum Beispiel pädagogische Maßnahmen vorschlagen. Außerdem soll das FBZ die Vernetzung mit öffentlichen Stellen und Institutionen übernehmen. Der Ausschuss schlägt dem Kreistag vor, ein solches FBZ an den Förderschulen einzurichten. Dazu muss der Kreistag einen Antrag bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Neustadt stellen. Die Kreisverwaltung geht von einem einmaligen Kostenaufwand von zirka 20.000 Euro aus, dabei geht es vor allem um die Erstausstattung von Büroarbeitsplätzen.