Kreis Germersheim „Tornetze mit Klebeband flicken“

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„Lieber Weihnachtsmann, liebes Christkind in Gestalt des Wörther Stadtrates, bitte schenkt uns doch einen neuen Hallenboden für die Wörther Bienwaldhalle, die wird bald 40 Jahre alt. Die Handballer/innen und Trainer des TV 03 Wörth würden sich sehr darüber freuen,“ schreibt Helmut Wesper zur Diskussion um die Kunstrasenplätze für die Fußballvereine in Büchelberg und Maximiliansau. Wesper ist ehemaliger Abteilungsleiter Handball und Trainer, derzeit der mB-Jugend des TV 03 Wörth.

Der Boden koste auch gar nicht so nicht viel, schreibt Wesper: „Der gütige Herr Knöll (leider bereits ein paar Jahre in Ruhestand) hatte uns vor vielen, vielen Jahren schon Hoffnung gemacht: Bald ist das Geld zusammen, ich beantrage jedes Jahr eine Rückstellung.“ Er hatte gerade einmal 10 Prozent der Summe genannt, die jetzt für zwei Fußballfelder ausgegeben werden sollen. Die Wörther Handballgemeinschaft, sind von den (fast 40) Minis (beim Fußball sagt man Bambinis) bis zu den Aktiven ungefähr 15 Mannschaften mit etwa 180 bis 200 Sportlern, schreibt Wesper. Rechnet man die Kosten um, wären das dann gerade 611 Euro pro Sportler. Spiele fallen beinahe aus, weil der Boden schon fast gefährlich ist Wenn der Stadtrat noch ein paar Euro drauf legt, wären auch noch ein paar Tornetze dabei, schreibt Wesper: „Dann bräuchten wir die nicht mit Klebeband, Schnur und Verbandszeug reparieren, wenn die bösen Schiedsrichter meckern. Es gab sogar schon welche, die wollten uns nicht spielen lassen, weil der Boden schon fast gefährlich ist.“ „Und dann haben wir noch einen Wunsch, liebe Weihnachtsmänner und Christkinder, weil wir ja alle auch Wähler sind oder bald werden“, fährt Wesper fort: „Sagt uns vor der nächsten Wahl doch bitte, ob ihr abstimmen wollt zum Wohle aller Bürger (Sportler)/innen, oder euch lieber in Enthaltungen übt. Wir lernen es nämlich beim Handball, uns entscheiden zu müssen, zu handeln und Verantwortung zu übernehmen. Ja, selbst wenn es einmal anderen Weh tut, und wir die eigentlich auch gut leiden mögen, egal ob sie in roten oder schwarzen Trikots spielen. Hinterher klatschen wir uns dann immer ab, das gehört so zum Fair-Play, und gratulieren dem Sieger. “ Dem Schwimmclub 2000 Euro Förderung verweigert Verärgert über die Entscheidung der Stadtratsmehrheit von CDU und Grünen ist auch der Schwimmclub. Es sei erstaunlich, wie schnell die politischen Parteien eine Kehrtwende in Sachen Sparpolitik durchführen, schreibt Schwimmclub-Vorstand Algi Gerunt. Jahrelang habe der Schwimmclub versucht, mit der Stadt eine Lösung zu finden. Der Verein wünschte sich eine Förderung von jährlich etwa 2000 Euro als Ausgleich für die Eintrittsgelder für unsere Mitglieder. „Diese müssen weiterhin den vollen Eintritt zahlen, um am Schwimmtraining teilzunehmen, trotz des Sportfördergesetzes, welches die Stadt verpflichtet, Sportanlagen kostenfrei zur Verfügung zu stellen“, so Gerunt. Auch nach zahlreichen Gesprächen und Anträgen weigere sich der Stadtrat weiterhin den Verein zu unterstützen. Umso ärgerlicher sei es, wenn man nun einen Artikel über die Umsetzung eines 1 Million Euro teuren Kunstrasen-Projektes lesen müsse, bei dem die Parteien wohl völlig den Draht zum Geld verlieren. „Nicht nur im Fußball, sondern auch in anderen Sportarten spielt Jugendarbeit und Migration eine große Rolle“, so Gerunt. |rhp/lap

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