SCHWEGENHEIM
Teurere Bestattungen stoßen auf Kritik
Eine Urnenkammer kostet sogar 24 Prozent mehr. Zudem fallen für die Überwachung des Grabaushubs durch einen Gemeindebediensteten 60 Euro – und bei vorzeitiger Räumung eines Grabs jährlich 50 Euro an. Ebenfalls neu: Die Ruhezeit für Urnen in Erdgräbern wird von 30 auf 20 Jahre gesenkt.
Ein Grund für die Satzungsänderung: Nicht mehr die Firma Erbe aus Waghäusel, sondern die Firma Manz aus Dannstadt-Schauernheim ist nun für den Grabaushub zuständig. Laut Ortsbürgermeister Bodo Lutzke (FWG) müssen die Gebühren wegen des Defizits von 24.000 Euro im Friedhofsbereich aber auf Druck der Kreisverwaltung erhöht werden.
Anne Jäger (SPD) rügte, dass der Friedhofsausschuss nicht getagt habe und es „kein Gesamtkonzept“ für den Friedhof gebe. Zudem sei der Vertrag mit der Firma Erbe „ohne Not“ aufgelöst worden: „Deshalb sehen wir uns nicht in der Lage, Satzungsänderungen zuzustimmen.“
Lutzke entgegnete, dass das Thema im Haupt- und Finanzausschuss sowie zuvor mit den Fraktionsvorsitzenden erörtert worden sei. Eine Sitzung des Friedhofsausschusses sei geplant gewesen, wegen der Corona-Pandemie aber abgesagt worden. „Sobald es die Situation hergibt“, soll sie nachgeholt werden. Auf die jetzt schon hohen Kosten bei Beerdigungen wiesen Timo Degen und Gustav Freye (beide SPD) hin. Lutzke dazu: „Ich würde die Erhöhungen am liebsten auch bleiben lassen.“