Kreis Germersheim Stengelkaserne wird Wohngebiet
Die Stengelkaserne soll an den Investor Pantera (Köln) verkauft werden (wir berichteten). Am Montag wollen laut Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile (CDU) die Vertragspartner den Kauf notariell besiegeln. Deshalb musste der Germersheimer Stadtrat in einer Dringlichkeitssitzung am Donnerstagabend den sogenannten städtebaulichen Vertrag dazu beschließen. Er hat das nichtöffentlich gemacht. Zwar ist die Stadt an dem Grundstücksgeschäft selbst nicht beteiligt. Der Bund verkauft die ehemalige Kaserne über seine Immobilienanstalt (Bima) direkt an den Investor. Die Planungshoheit für das Gelände liegt aber bei der Stadt. Deshalb wird parallel zu dem Grundstücksverkauf in dem städtebaulichen Vertrag geregelt, was auf dem Gelände gebaut beziehungsweise nicht gebaut werden darf. Laut Schaile ist in dem Vertrag nun schriftlich fixiert, was bereits im Stadtrat beschlossen und mit dem Investor besprochen worden sei. Die historischen Teile (Festungsgebäude) der Kaserne werden zuerst in Wohnungen umgebaut. Danach soll die Queich, die unterirdisch durch das Kasernengelände fließt, freigelegt werden. Entlang des Flusses können dann auf dem Gelände mehrgeschossiger Wohnungsbau und Reihenhäuser entstehen. Der Vertrag, der eine Bürgschaft für die Freilegung der Queich beinhaltet, wurde vom Stadtrat verabschiedet und ist laut Schaile gestern dem Vertragspartner zugeschickt worden. Er gehe davon aus, so der Bürgermeister gegenüber der RHEINPFALZ, dass der Kaufvertrag wie geplant zustande kommt und das Projekt verwirklicht wird. Die architektonische Planung dieses neuen Stadtviertels macht das Karlsruher Architekturbüro Archis. Den Ausschluss der Öffentlichkeit bei der Ratsdebatte um den städtebaulichen Vertrag begründete Bürgermeister Schaile mit der Bürgschaft und der damit verbundenen Geldsumme, die der Investor als Sicherheit für die Offenlegung der Queich bieten muss. Mit dieser Bürgschaft , so Schaile, soll sichergestellt werden, dass in der Stengelkaserne nicht nur (rentable) Wohnungen und Häuser gebaut, sondern auch ( weniger rentabel) der Fluss nach Vorgaben der Wasserbehörde (SGD Süd) freigelegt wird. Wochen-Spitzen