Kreis Germersheim Stengelkaserne soll zu Wohngebiet umgebaut werden

Die Stengelkaserne soll zu einem Wohngebiet umgebaut werden.

Gebaut wird dieser kleine neue Stadtteil vom Investor Pantera AG (Köln), der sich auf die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude spezialisiert hat. Entstehen werden im ehemaligen Festungskomplex barrierefreie Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. Später sollen auf dem Gelände zusätzlich Reihenhäuser und dreigeschossige Wohnbauten dazukommen. Glanzstück des Projektes soll die Queich werden, die aus ihren unterirdischen Rohren hervorgeholt wird und freifließend für die „Park-Atmosphäre“ im ehemaligen Kasernenhof sorgen soll. Bürgermeister Marcus Schaile (CDU) bezeichnete das Projekt als große Chance, Germersheim als Wohnstadt noch interessanter zu machen, zumal die Stengelkaserne sehr zentral liege. Diese Zentralität hat auch für den Investor ihren Reiz. Es sei ein Privileg für einen Investor, einen Teilbereich einer Innenstadt gestalten zu können. Dass der von Schaile geforderte „bezahlbare Wohnraum“ gebaut wird, daran ließen Vorstand Michael Ries und Projektmanager Stefan Ofcarek keine Zweifel. Dafür werde schon der Markt sorgen, sagte Ries. Klar wurde aber auch, dass keine Billigwohnungen entstehen. Dafür sei die denkmalgerechte Sanierung eines solchen Gebäudes zu teuer. Ries verwies als Referenzobjekt auf die denkmalgeschützte BASF-Siedlung „Neue Hofgärten“ in Ludwigshafen, die Pantera von der BASF gekauft habe. Dort seien 254 Wohnungen saniert worden, von denen etwa 40 Prozent von Eigennutzern, der Rest von Kapitalanlegern gekauft wurde. Ein ähnliches Verhältnis stelle er sich für das Germersheimer Projekt vor. „Es wird sicher Möglichkeiten für junge Familien zum Einstieg in Wohneigentum geben“, sagte Ofcarek. Von Baubeginn bis Fertigstellung sind für den Festungskomplex 15 bis 18 Monate eingeplant, je nach Witterung. Anfangen könnte Pantera im Frühjahr, wenn der Bebauungsplan vom Stadtrat verabschiedet ist. Im April, so Ofcarek, könnte es dann mit einem Tag der offenen Tür losgehen, an dem der Bevölkerung das „Projekt Stengelkaserne“ mitten in der Stadt vorgestellt wird. Dann könne auch langsam mit der Vorvermarktung begonnen werden. Bastian Wieland vom Architekturbüro Archis wies darauf hin, dass die Vermessung der Gebäude bereits laufe und fast fertig sei. Die bewohnbaren Bereiche könnten bereits durchgeplant werden. Wenn die detaillierte Planung vorliege, könnten auch verlässliche Angaben über die Größenordnung der Gesamtinvestition gemacht werden, sagte Stefan Ofcarek. In den Vorgesprächen zum Projekt Stengelkaserne war die Rede von ungefähr 30 Millionen Euro.|tom

Die Stengelkaserne soll zu einem Wohngebiet umgebaut werden.
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