Germersheim Stadtrat: CDU kann Ratsmehrheit knapp behaupten

Das Auszählen der Stimmen dauerte lange in den Montag hinein.
Das Auszählen der Stimmen dauerte lange in den Montag hinein.

Wahlsieger des Germersheimer Stadtrates ist mit einem großen Stimmengewinn die AfD. Die etablierten Parteien habe alle verloren – manche mehr, andere weniger.

Die AfD hat in der Stadt Germersheim zum zweiten Mal in Folge bei Kommunalwahlen zugelegt. Im Vergleich zu 2019 sind es nun 28,8 Prozent (plus 11,1 Prozent) aller Wählerstimmen und damit liegt die Partei auf Platz Zwei hinter der CDU. Die erhielt mit 32,2 Prozent nur 0,7 Prozent weniger als vor fünf Jahren. Die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP verloren deutlich an Zustimmung in der Wählergunst und damit ebenfalls Stimmen: Die SPD kam auf 12,9 Prozent (minus 2,8), Grüne auf 11,5 (minus 4,9) und die FDP auf 2,4 Prozent (minus 2). Die FWG erreichte mit 12,2 Prozent fast das Ergebnis von 2019, verloren aber auch 0,5 Prozent.

36 Sitze gab es für den Stadtrat zu vergeben. Die neue Sitzverteilung sieht folgendermaßen aus: Stärkste Kraft mit 12 Sitzen bleibt die CDU, die keinen Sitz abgeben muss. Mit zehn Sitzen folgt die AfD und erhält vier Sitze dazu. Als sie vor fünf Jahren erstmals antrat, holte sie aus dem Stand heraus sechs Sitze, wobei in ihren Reihen zwei ehemalige Republikaner waren, die 2014 zwei Sitze innehatten. Die SPD bleibt drittstärkste Kraft mit fünf Sitzen, muss aber einen an die AfD abtreten. Die Fraktion der Grünen muss zwei Sitze abgeben und hat nunmehr vier Sitze. Gleichauf mit der FWG, die ihre vier Sitze verteidigen kann. Die FDP hat es gerade noch geschafft, einen ihrer vormals zwei Sitze zu behalten.

13.289 Wählerinnen und Wähler waren aufgerufen, ihre Stimme für den Stadtrat abzugeben. Dem Aufruf gefolgt sind 6821 Menschen. Die Wahlbeteiligung lag mit 51,3 Prozent acht Prozentpunkte höher als im Jahr 2019 (43,3 Prozent).

Die vorläufigen Stadtratsmitglieder

SPD: Sabine Schley, Markus Pfliegensdörfer, Rifat Sezer, Ursula Küfner, Karl-Heinz Hofmeister; CDU: Michael Walch, Ulrich Hänlein, Wolfgang sorge, Ansgar Mohr, Florian Platz, Ingo Schneider, Benjamin Platz, Thorsten Rheude, Yasar Özdag, Ralf Stelzer, Christina Dauser, Peter Richter; Grüne: Peter Bumiller, Julia Neu, Yunus Erkök, Emrah Asik; AfD: Albert Breiniger, Michael Faber, Maria Ganz, Bernd Looks, Viktor Karl, Silvana Litsch, Jürgen Thurecht, Vera Baumann, Hans Mildenberger; FDP: Hans-Jürgen Sachs; FWG: Andreas Müller, Peter Meyer, Mario Mölter, Armin Lutzke.

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