Kreis Germersheim Stühle für Trauerhalle kaufen

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Vor der Trauerhalle auf dem Knittelsheimer Friedhof soll es bei Beerdigungen künftig mehr Sitzgelegenheiten geben: Der Ortsgemeinderat sprach sich bei seiner Sitzung am Freitag dafür aus, 30 Stühle anzuschaffen. Zuvor hatten die Ratsmitglieder darüber diskutiert, welche Ansprüche die neuen Sitzplätze erfüllen müssen.

Einig waren sich die Ratsvertreter darin, dass Stühle und keine zusätzlichen Bänke aufgestellt werden sollen: „Stühle sind variabler, eine Bank hat weniger Plätze“, begründete Isolde Vongerichten für die Wählergruppe „Zukunft in Knittelsheim“ (ZiK), die das Anschaffen weiterer Sitzgelegenheiten angeregt hatte. Ortsbürgermeister Ulrich Christmann (CDU) sah das genauso: „Bänke sind nicht so geeignet. Stühle haben den Vorteil, dass man sie zielgerichteter einsetzen kann.“ Beigeordneter Jürgen Gsell (CDU) gab zu bedenken, dass Personen, die sich setzen mussten, bisher immer einen Platz in der Trauerhalle bekamen: „Drinnen ist dann immer jemand aufgestanden.“ Es spreche aber auch nichts dagegen, 20, 30 Stühle zu kaufen, sagte er. Stefanie Gödelmann (FWG) fügte an: „Es ist in vielen Gemeinden üblich, dass zusätzlich bestuhlt wird.“ Der Rat einigte sich darauf, 30 Stühle zu kaufen. Unterschiedliche Meinungen gab es darüber, ob die Stühle gepolstert sein sollen: „Polster werden feucht“, betonte Oliver Wetzka (FWG). Und auch Ulrich Christmann sah Polster nicht unbedingt als notwendig an. Benedikt Metz (CDU) stellte infrage, ob „ein kalter Plastikstuhl“ das Richtige sei. Jörg Klein (WG ZiK) dazu: „Diejenigen, die sich setzen, sind sowieso verfroren.“ Stefanie Gödelmann war zunächst gegen Polster. Sie sagte aber auch: „Wenn man merkt, dass das nichts ist, können wir immer noch Kissen anschaffen.“ Herbert Metz (CDU) betonte: „Stabil muss der Stuhl sein.“ Mehrheitlich sprach sich der Rat gegen Polster aus. Und das Gremium plädierte dafür, die billigere der beiden vorliegenden Stuhlvarianten zu kaufen. Die Kosten je Stapelstuhl (Kunststoff, anthrazit) liegen bei knapp 40 Euro. Auch ein Stapelwagen soll angeschafft werden. Isolde Vongerichten informierte, dass die KFD, also die katholischen Frauen, den Stuhlkauf mit 1000 Euro bezuschusse. Im Knittelsheimer Neubaugebiet „Am Friedhof“ seien 18 der 19 gemeindeeigenen Bauplätze schon verkauft. „Zwölf Grundstücke sind bereits bezogen, weitere drei in Bebauung“, teilte Bürgermeister Christmann mit. |nti

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