Jockgrim / Rheinzabern RHEINPFALZ Plus Artikel Sporthalle: Mammutprojekt verzögert sich

Die Arbeiten laufen.
Die Arbeiten laufen.

Die Generalsanierung der Sporthalle an der Integrierten Gesamtschule Rheinzabern sollte längst beendet sein. Was sind die Gründe für Verzögerung bei den Arbeiten?

Schon von außen ist zu sehen, dass sich die Optik der Drei-Feld-Sporthalle an der IGS Rheinzabern nach der mittlerweile zweieinhalb Jahre dauernden Generalsanierung geändert hat. Das Hauptdach ist nicht mehr flach, sondern neu als flaches Pultdach aufgebaut worden. Entlang des Zugangs zu den Tribünen gibt es mehrere neue Türen zum Außengelände, die im Notfall als Ausgang dienen und zusätzlich Licht von der Seite in die Halle lassen. Auch durch das Dach fällt mehr Licht als früher auf die drei Felder. Vom Foyer aus gibt es zwei Fenster mit Blick auf das Halleninnere, so dass Zuschauer von dort das Geschehen in der Halle gut verfolgen können. Verbessert wurde auch die Sicht für Rollstuhlfahrer auf die Spielflächen, indem Betonbalustraden vor dem „Turnschuh-Gang“ zu den Umkleiden ausgefräst und die Lücken durch Glasscheiben ersetzt wurden.

Gebäude war in die Jahre gekommen

Die Hallen-Rundum-Sanierung war notwendig geworden, weil das Dach undicht war, neue energetische Vorgaben und Sicherheitsanforderungen umgesetzt werden mussten und viele Bereiche der Halle schlichtweg in die Jahre gekommen und abgenutzt waren. Das Gebäude, stehe seit Ende der 1970er Jahre und wird intensiv für den Schul,- Vereinssport und ab und zu für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Start des Mammutprojektes war im Juli 2019, beendet sein sollte es im Herbst 2021. Zu Beginn der Sanierung wurden das Gebäude entkernt, zum Teil fast in den Rohbauzustand zurückversetzt. Doch die anschließenden Arbeiten, von den Maurer- über die Installations-, bis zu den Elektrikerarbeiten verzögerten sich, weil es zu unerwarteten Störungen kam. Es fehlten immer wieder Arbeitskräfte, auch wegen der Pandemie. Es war schwierig, Baufirmen zu finden, der Baustoffmangel im Bausektor wirkte sich auf die Arbeiten an der Halle aus.

Wasserschaden verwüstet das Foyer

Und ganz dick kam es nach einem großen Wasserschaden im Sommer 2020. Regenwasser drang über die Flachdächer der Umkleiden und des Foyers in das Gebäude ein, verwüstete das Foyer und die darunter liegende Mensa. Die bisher festgestellten Schäden liegen bei 250.000 bis 300.000 Euro. Die Verbandsgemeinde Jockgrim hat die Schäden der Versicherung gemeldet, wartet aber noch auf deren Antwort.

Auf Wunsch des Landkreises Germersheim wurde ein Raum in der Halle, der bisher nur einen Zugang hatte und deshalb nur noch als Lager genutzt wurde, umgebaut. Jetzt ist er zusätzlich vom Hof aus über eine neue Stahlbrücke erreichbar. Die Kosten für diesen Umbau wird weitgehend der Landkreis tragen.

Wer die frühere Römerbadhalle durch den Haupteingang betritt, wird von einer Duftwolke nach Farben, Lacken, Baustaub oder Kleber empfangen. Überall scheint noch gebaut zu werden, es hängen Kabel von der Decke, Trittschalldämmung wartet auf ihren Einbau, in den alten und neuen Sanitärräumen müssen Waschbecken und Toiletten montiert werden. Der Untergrund des Bodens auf den drei Spielflächen ist vorbereitet, jetzt wird als nächstes der Sportboden verlegt.

Jetzt wird Ende März angepeilt

Es fehlen noch Holz-Prallwandbelag mit Toren und Türen, Geländer, die Zuschauertribüne, verschiedene Anstriche, die Kletterwand und Sportgeräte. Und viele, viele Kleinarbeiten. Deshalb scheint es schon ambitioniert, mit Ende März als Termin für die Freigabe der Halle zu planen. Nach Auskunft der Bauabteilung der Verbandsgemeinde würden die Arbeiten im aktualisierten Zeitplan liegen. Kosten wird die Sanierung nach jetzigem Stand rund 5,9 Millionen, was am Ende von der Verbandsgemeinde zu zahlen sein wird ist noch offen. Denn verschiedene Zuschussanträge wurden gestellt, wie für das Verbessern des Brandschutzes oder den barrierefreien Zugang, der Höhe noch unbekannt ist.

Vom Foyer aus kann man jetzt in die Halle blicken.
Vom Foyer aus kann man jetzt in die Halle blicken.
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