Kreis Germersheim Sparkasse: Filialen nicht zu retten
Der Entscheidung, Filialen zu schließen beziehungsweise personell nicht mehr zu besetzen, sei ein langer Informations- und Diskussionsprozess vorausgegangen. „Übrigens fiel die Entscheidung hierzu einstimmig; ohne Enthaltung und auch mit der Stimme der SPD“, so Logé. Außerdem habe diese Neuausrichtung auch die Zustimmung des Personalrates erhalten.
„Die Sparkassen leiden wie alle Banken schon seit einem Jahrzehnt unter der Zinspolitik in Europa und weltweit“, argumentiert Logé. Die Betriebsergebnisse seien besorgniserregend, Gewinne fahren in den Keller, die Bankenaufsicht fordere ständig höhere Rückstellungen.
Außerdem habe sich das Kundenverhalten enorm verändert, was mit dem Onlinebanking, dem bargeldlosen Zahlungsverkehr und der Möglichkeit, bei jedem Discounter auch Bargeld zu bekommen, zu tun habe. Logè: „Diese Entscheidung ist betriebswirtschaftlich ohne Alternative, wenn wir als gemeinwohlorientiertes Geldhaus überlebensfähig bleiben wollen.“