Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Sparkasse: Anzahl Kündigungen nach Fusion durchschnittlich

Die Sparkasse Südpfalz hat ihren Sitz in Landau.
Die Sparkasse Südpfalz hat ihren Sitz in Landau.

Seit der Fusion der beiden Sparkassen in der Region zur Sparkasse Südpfalz zu Beginn vergangenen Jahres werden verwaiste Kassenstellen kritisiert, machen Gerüchte über Kündigungen von bis zu 140 Mitarbeitenden die Runde. Was die Sparkasse dazu sagt.

„Die Fusion der beiden Sparkassen Südliche Weinstraße und Germersheim-Kandel zur Sparkasse Südpfalz dient der Zukunftssicherung der Sparkasse und zielte nicht auf die Einsparung und Streichung von Arbeitsplätzen ab“, sagt die Sprecherin der Sparkasse. Wie in jedem Unternehmen gebe es auch bei der Sparkasse Südpfalz Veränderungen bei der Anzahl der Mitarbeitenden – sei es durch natürliche Fluktuation, durch Kündigungen oder durch Neueinstellungen, so die Sprecherin. „Für uns ist nicht nachvollziehbar, woher diese Zahl stammt. Fakt ist: Es hat keine 140 Kündigungen gegeben. Die Anzahl liegt im mittleren zweistelligen Bereich.“ Grundsätzlich sei bei allen Fusionen von Sparkassen und Genossenschaftsbanken in den Jahren nach der Fusion eine durchschnittliche Fluktuation zwischen fünf und sieben Prozent zu beobachten. „Auch in unserem Haus beobachten wir eine Fluktuation in dieser Größenordnung“, teilt die Sprecherin mit.

Beim Thema Kassenstellen reagiere die Sparkasse auf ein verändertes Kundenverhalten. „In den letzten Jahren haben wir einen starken Rücklauf des beleghaften Zahlungsverkehrs und der Kassengeschäfte in unseren Filialen beobachtet.“ Die Bearbeitung des Zahlungsverkehrs sei seit Jahren zentralisiert, nun sei auch die Kassenstelle zentralisiert worden. Für die Kunden bedeute das keine Einschränkungen im Service. „Das Personal ist natürlich weiterhin bei der Sparkasse eingesetzt und ist vor Ort für unsere Kunden da.“

Angebot vereinheitlicht

Die Sparkasse Südpfalz sei aus zwei rechtlich eigenständigen Sparkassen entstanden, die bisher jeweils eigenständige Produkt- und Dienstleistungsangebote hatten. Dieses Angebot habe vereinheitlicht werden müssen. Auch künftig werde das Produkt- und Dienstleistungsangebot immer wieder überprüft und an die Marktbedingungen angepasst. „Das hat aber nichts mit der Fusion zu tun“, teilt die Sparkasse mit. Die Nähe zum Kunden bleibe weiterhin gesichert. Die Erreichbarkeit der Sparkasse bleibe auch über die digitalen Kanäle gesichert, „die immer mehr nachgefragt und dementsprechend ausgebaut werden“.

Durch die Fusion zur Sparkasse Südpfalz gehöre diese nun zu den größten Sparkassen in Rheinland-Pfalz. Damit habe man eine Größe erreicht, die den weiteren Ausbau der Kompetenzen in der Kundenberatung ermöglicht. Die Sparkasse könne sich folglich noch intensiver auf Themengebiete spezialisieren wie beispielsweise die Bereichen Electronic Banking, Vermögensnachfolge oder Absicherung von Risiken.

Kooperation erhält Standorte

Stand heute seien keine weiteren Veränderungen geplant.„In Anbetracht des sich schnell veränderten Umfeldes können und wollen wir Veränderungen nicht ausschließen. Sie sind Begleiter unseres Alltages“, so die Sparkassen-Sprecherin. Und auch Kooperationen werde es weiterhin geben. Durch die Kooperation mit der VR-Bank Südliche Weinstraße-Wasgau beispielsweise seien Geschäftsstellen aufrechterhalten worden. An allen Geldautomaten des jeweils anderen Instituts ist das Geldabheben mit der Girocard kostenlos möglich, nennt die Sprecherin ein Beispiel. Gemeinsame Standorte gebe es am Modepark Röther in Rohrbach, auf dem Gelände des Wasgau-Marktes in Annweiler, am Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach und in Insheim. Für die Kunden der beiden Institute bedeute das eine kostenfreie Bargeldversorgung von Bad Bergzabern über Fischbach bis in den Raum Neustadt und Wörth.

Durch die Fusion seien außerdem neue Bereiche innerhalb der Sparkasse gebildet worden, so dass sich sowohl für die Mitarbeitenden der Sparkasse als auch für externe Bewerber „tolle Entwicklungsmöglichkeiten ergeben“, so die Sprecherin. „Wir suchen immer wieder Mitarbeitende und haben aktuell auch einige Stellen ausgeschrieben.“ Mit der Fusion wurden beispielsweise jeweils eigenständige Teams für die Unternehmensentwicklung oder auch für die digitale Beratung von Geschäfts- und Firmenkunden aufgebaut, so die Sprecherin weiter.

Erhalten bleiben soll die Vortragsreihe Sparkassen-Forum. Mit Blick in die Zukunft werde es auf jeden Fall wieder Veranstaltungen und Vorträge auch in Präsenz geben.

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