Kreis Germersheim Spanplattenproduktion stoppt

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Der Germersheimer Spanplattenhersteller Nolte Holzwerkstoff (NWS) unterbricht von heute bis Dienstag, 6. November, seine Produktion. Als Grund dafür nennt das Unternehmen Engpässe bei der Leimversorgung wegen des Niedrigwassers im Rhein.

Die BASF in Ludwigshafen, die auf eine Belieferung mit Rohstoffen über den Wasserweg angewiesen sei, muss laut NWS daher ihre Leim- und Harzproduktion reduzieren. Da es sich beim Ludwigshafener Werk um den wichtigsten Leimlieferanten von NWS handle, sei auch das Germersheimer Unternehmen von den Lieferengpässen direkt betroffen. „Die aktuell gelieferten Leimmengen decken unseren Bedarf nicht ab, um unsere Spanplattenproduktion auf dem gewohnten Niveau fortzuführen“, wird Geschäftsführer Alexander Kolb in der Pressemitteilung zitiert. Deshalb werde die Produktion unterbrochen. Für die Kunden habe das keine unmittelbaren Auswirkungen. So komme es bei der Auslieferung bereits bestellter Spanplatten zu keinen Störungen. „Wir führen stets einen gesunden Lagerbestand, um einen kurzzeitigen Stopp unserer Produktion jederzeit abfangen zu können“, berichtet Kolb. Und: „Sämtliche laufenden Aufträge und zugesagten Mengen werden vereinbarungsgemäß geliefert.“ Ob es in den nächsten Wochen zu einer Entspannung der Leimversorgung kommt, hänge an zwei externen Faktoren: die Entwicklung des Rheinpegels und alternative Rohstoffquellen. Beim Rheinwasserstand werde keine kurzfristige Verbesserung erwartet. „Wir stehen jedoch in guten Gesprächen mit alternativen Leimherstellern. Bei kommenden Aufträgen können wir verlängerte Lieferzeiten aufgrund der gedrosselten Produktion jedoch nicht mehr ausschließen“, so Kolb. Auch Alternativen wie Plattenzukäufe würden geprüft, um die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich zu halten.

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