Kreis Germersheim Sozialer Wohnungsbau versus Investoren

Fest steht: Die Wohnbau wird keine Reihenhäuser im Abtswald Teil C bauen. Ob die Grundstücke nun an einem Investor veräußert werden, oder nicht, wollte der Stadtrat Wörth aber noch nicht gleich entscheiden.
Drei Reihenhauszeilen im Baugebiet Abtswald Teil C wollte die Stadt unter sozialen und Klimaschutz- Aspekten für 195 Euro pro Quadratmeter plus Erschließungskosten, verkaufen. Voraussetzung ist, dass zertifizierte Passivhäuser gebaut werden. Damit werden hohe energetische Standards erreicht, was ein weiterer Beitrag für die Beteiligung der Stadt am Pilotprojekt Klima-Bündnis wäre. Allerdings lägen die Kosten für ein Passivhaus fünf Prozent über dem Preis, erinnerte Beigeordnete Ursula Radwan an dieser Stelle. Aber inzwischen habe die Wohnbau Wörth mitgeteilt, aufgrund ihrer laufenden Projekte nicht über die Kapazität zu verfügen, dieses Vorhaben anzugehen. Deshalb werde vorgeschlagen, diese Grundstücke zum Höchstgebot freihändig zu verkaufen. Als Grundlage werde ein Quadratmeterpreis von 250 Euro plus Erschließungskosten genannt. Die Bedingung zertifizierte Passivhäuser zu errichten, bleibe gleich. Der Stadtrat sollte in seiner Sitzung Anfang September nun entscheiden, ob die Grundstücke an Investoren verkauft werden können oder ob die Bevölkerung von Wörth bevorzugt werden solle. Für die SPD-Fraktion war klar, dass Investoren sofort kaufen würden. Deshalb sollte diese Entscheidung unter sozialen Gesichtspunkten noch einmal angesehen werden. Wörths Ortsvorsteher Roland Heilmann konnte sich vorstellen, einige Blöcke günstiger anzubieten. „Im Gremium herrscht nicht die ganz große Überzeugung“, stellte Bürgermeister Dennis Nitsche fest und schlug vor, die Entscheidung zwischen Investoren oder sozialen Aspekten bei der Vergabe von Grundstücken im Abtswald zu vertagen.