KANDEL RHEINPFALZ Plus Artikel Solarpark entsteht an der Autobahn

Von dem Solarpark an der Autobahn ist derzeit noch nichts zu sehen. Wann die ersten Platten Energie liefern werden, ist unklar.
Von dem Solarpark an der Autobahn ist derzeit noch nichts zu sehen. Wann die ersten Platten Energie liefern werden, ist unklar.

Schon lange ist das Projekt „Freiflächenphotovoltaikanlage“ in Kandel in der Mache. Die politische Zustimmung ist gefallen, einen Investor gibt es sowieso. Auch, wenn derzeit noch nichts zu sehen ist: Die Solarplatten werden bei der Autobahnausfahrt Kandel-Mitte aufgestellt.

Zwar gibt es von Seiten des privaten Investors, der die Flächen für die Anlage gepachtet hat, keine Informationen, jedoch finden sich umfangreiche Unterlagen bei der VG. Immerhin wurde das Projekt lange besprochen und geprüft und wird die politischen Gremien auch in deren kommenden Sitzungen weiter beschäftigen.

Etwa 5000 Solarmodule auf knapp zwei Hektar

Darin ist zu lesen: „Auf einer zirka 1,7 ha großen Fläche sollen zirka 5000 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von zirka 1500 kWp errichtet werden. Dabei handelt es sich um ein fest montiertes Modultischsystem, bei dem die Photovoltaikmodule in einem Winkel von 20 Grad zur Sonne ausgerichtet werden. Innerhalb des Bauvorhabens wird es keine öffentlichen Erschließungsanlagen geben. Die PV-Anlage wird aus Sicherheitsgründen mit einer Zaunanlage eingefriedet.

Der Einspeisepunkt würde im Zuge einer Anfrage bei der Pfalzwerke Netz AG festgelegt. Ein neuer Trafo und eine Übergabestation mit 1500 kVA würden hierfür errichtet werden.“

Für das Projekt wurde der Flächennutzungsplan geändert. Und wie üblich, wurden dazu Stellungnahmen unterschiedlicher Behörden eingeholt. Der Landesbetrieb Mobilität Speyer (LBM) betont in seinem Schreiben, dass das Vorhaben unmittelbar neben der Maßnahme „B427 Knotenpunkt AS Kandel Mitte (A65) - Unfallhäufungsstelle“ liegt, welches sich in Planung befindet. Zwar gäbe es keine direkten Berührungspunkte, jedoch sei die LBM-Maßnahme zu berücksichtigen.

Vogelschutzgebiet und „Unfallhäufungsstelle“

Die Kreisverwaltung macht darauf aufmerksam, dass die PV-Anlage im Vogelschutzgebiet „Bienwald und Viehstrichwiesen“ liegt sowie im Landschaftsschutzgebiet „Bienwald“. „Mit dem Vorhaben ist ein Eingriff in Natur und Landschaft verbunden“, heißt es in der Stellungnahme. Weitere Konzepte und Maßnahmen seien erforderlich, zumal auch das Wasserschutzgebiet Kandel in dem Bereich liegt. In einem umfangreichen Umweltbericht, der ebenfalls öffentlich einsehbar ist, wird auf all diese Faktoren eingegangen.

Von den Kosten für die PV-Anlage ist hingegen in den Unterlagen nichts zu lesen. Diese trägt wohl der Investor. Als Vorhabenträger wird die Energetic Immobilien GmBH mit Sitz in Wolkshausen genannt.

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