Kreis Germersheim „Sie leben hier sehr sicher“

Die Statistik zur Kriminalitätsentwicklung 2017 hatten die Vertreter der Polizeiinspektion (PI) Wörth bei der Ortsbeiratssitzung in Schaidt im Gepäck. Inspektionsleiter Thomas Lederer sowie seine Kollegen Mirko Großhans und Benedikt Schmidt hatten speziell aus dem Zuständigkeitsbereich der gesamten PI die Fälle für Schaidt herausgerechnet.
Das Fazit: Die Zahl der Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr von 78 auf 45 Fälle gesunken, die Aufklärungsquote liegt mit 69,6 Prozent im Vergleich zur PI Wörth gesamt (64,5 Prozent) etwas höher. Die sinkenden Zahlen für Schaidt, als auch im Zuständigkeitsbereich der gesamten PI Wörth, folgen somit dem Bundestrend, wie Großhans erklärte. Von den 3009 Straftaten im PI-Bereich wurden 1123 davon in der Stadt Wörth verübt. 45 Straftaten entfallen hiervon auf Schaidt, einen Großteil machen Familien- (7) und Nachbarschaftsstreitigkeiten (11) aus, berichtete Großhans. Diese fanden auch wiederholt unter den gleichen Beteiligten statt, wie bei der Markierung der Straftaten auf einer Ortskarte abzulesen war. Elf (2016: 20) Rohheitsdelikte waren zu verzeichnen, 10 (20) einfache Diebstähle, 4 (9) schwere Diebstähle, 9 (9) Vermögensdelikte und 2 (2) Verstöße gegen strafrechtliche Nebengesetze. Unter die sonstigen Straftaten fallen auch Beleidigungen, „die machen bei Ihnen hier den größten Teil aus: 5 von 9“, erläuterte der Beamte. Die Rohheitsdelikte gliedern sich auf in Raub (2017: 0/2016: 0), gefährliche/schwere Körperverletzung (2/7), einfache Körperverletzung (6/6), Nötigung (2/3) und Bedrohung (0/3). Tötungsdelikte sowie so genannte Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (1) wurden in Schaidt keine aufgenommen. Den Rückgang bei den Einbrüchen führte Großhans unter anderem auf die verbesserte Präventionsarbeit der Polizei zurück: „Unser Bezirksbeamter kommt gerne bei Ihnen zu Hause vorbei und benennt mögliche Schwachstellen bei der Sicherheit. In Ludwigshafen kann man sich bei der Dienststelle auch zur technischen Sicherung beraten lassen“, gab Großhans an. „Machen Sie gerne einen Termin.“ Bei den Diebstählen wurde ebenfalls ein Rückgang verzeichnet. Autos und Automaten wurden 2017 nicht aufgebrochen, auch kein Taschendiebstahl begangen. Die Zahl der gestohlenen Räder ging zurück von 10 auf 3. „Alles in allem leben Sie hier sehr sicher“, fasst Großhans zusammen.