Kreis Germersheim Seniorenresidenz evakuiert

Das Szenario: Die Hausbewohner müssen gerettet werden. Die Feuerwehr probt den Ernstfall.
Das Szenario: Die Hausbewohner müssen gerettet werden. Die Feuerwehr probt den Ernstfall.

„Zwei Autos, geparkt in der Tiefgarage der Ökumenischen Sozialstation in der Arthur-Nisio-Straße, stehen im Vollbrand. Ein Arbeiter wird vermisst und außerdem müssen Bewohner der Seniorenresidenz gerettet werden.“ Ausgelöst wurde der Brand durch Schweißarbeiten in der Tiefgarage. Nun musste auch noch der richtige Umgang mit der Acetylenflasche geübt werden. Hierzu hatten die Wehrleute entsprechende Hinweise erhalten, die jetzt umzusetzen waren.

Mit diesem Szenario hatte es die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wörth bei ihrer Jahresübung am vergangenen Samstag zu tun. Vor den Augen der interessierten Beobachter, unter ihnen Bürgermeister Dennis Nitsche, Ortsvorsteher und Mitglieder von Stadtrat und Ortsbeiräten, lief nach der Alarmierung um 14.30 Uhr dann alles wie am Schnürchen ab. Rund 50 Wehrleute aus allen Stadtteilen rückten mit neun Fahrzeugen an, um den vermeintlichen Brand mit starker Rauchentwicklung zu bekämpfen. Erschwerend kam hinzu, dass es durch ein offenes Fenster im zweiten Obergeschoss der Seniorenresidenz zu einem Flammenüberschlag kam, wodurch Möbel im Flur in Brand geraten waren. Ganz schnell hatte sich der Rauch im zweiten und dritten Obergeschoss ausgebreitet. Die hier eingeschlossenen Menschen mussten schließlich mit der großen Drehleiter in Sicherheit gebracht werden. Während sich die Feuerwehreinheit aus Wörth vor allem um die Brandbekämpfung in der Tiefgarage zu kümmern hatte und auch für die Rettung der eingeschlossenen Menschen zuständig war, konzentrierte sich die Einheit aus Maximiliansau um die Brandbekämpfung im zweiten Obergeschoss, wo ebenfalls Menschen eingeschlossen waren. Schwerpunkt der Einheit aus Büchelberg war die Sicherung der Acetylenflasche, die wegen der Schweißarbeiten in der Tiefgarage stand, und die Wasserversorgung. Für die Betreuung der Personen am Sammelplatz und die Räumung waren die Wehrleute aus dem Ortsbezirk Schaidt verantwortlich. Das Zusammenspiel funktionierte einwandfrei, und die geretteten Personen wurden anschließend durch die elf Ersthelfer des Deutschen Roten Kreuzes aus Wörth medizinisch versorgt. Stefan Rabenschlag kommentierte den Einsatz für die Beobachter und Wehrleiter Stefan Kuhn fand lobende Worte für das Zusammenarbeiten der Wehrleute aus allen Einheiten. Kuhn kündigte auch an, dass dies seine letzte große Übung gewesen sei, weil er das Amt des Wehrleiters demnächst abgeben wolle. Ein Lob gab es vom Kreisfeuerwehrinspekteur Mike Schönlaub und dem Wörther Wehrführer Werner Wöschler für das Team von DRK und Feuerwehr.

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