Kreis Germersheim Senioren: Helfer für Feste gesucht

KNITTELSHEIM. „Ich mache das gerne“. Marie-Rose Mellein bereitet ihr Amt als Seniorenbeauftragte großen Spaß. In der Ratssitzung berichtete sie über ihre Arbeit. Damit ältere Menschen länger im Dorf wohnen bleiben können, wünscht sie sich eine Senioren-WG, weiß aber auch: „Das ist mit viel Aufwand verbunden.“ Mellein, gelernte Altenpflegerin, traf sich mit den rund 40 Seniorenbeauftragten im Kreis Germersheim „mehr oder weniger regelmäßig zum Austausch“. Dabei stellte sie fest: „Jedes Dorf ist anders. Und die Seniorenbeauftragten wissen, was im Dorf gebraucht wird“, betonte sie. Fahrdienste und Nachbarschaftshilfe seien in Knittelsheim glücklicherweise nicht notwendig: „Das klappt bei uns.“ Wichtig ist es für Mellein, auch Familien mit einzubinden. „Das ist in den letzten zwei Jahren gut gelaufen“, resümierte sie. Ebenso wichtig: „Senioren zusammenzubringen“. Denn: „Jeder kann etwas anderes.“ Toll findet sie, dass sich Senioren untereinander helfen. Weniger schön sei, dass Senioren, die Hilfe brauchen, das „als Almosen ansehen“. Eigenen Angaben zufolge hat sie mit älteren Bürgern einen Computerkurs bei der Volkshochschule Bellheim besucht. Künftig will sie zwei Feste anbieten und sucht noch Helfer. Laut Mellein gibt es im Ort mehr als 100 Bürger über 70 Jahre und viele, die über 90 sind. (nti)