Bienwaldmühle
„Schwarzer Herrgott“ mit neuer Figur
Peter und Editha Kary aus Scheibenhardt hatten im April in der RHEINPFALZ gelesen, dass die Herrgottsfigur, vermutlich aus schwarzem Holz oder schwarz gefärbt, schon vor längerer Zeit gestohlen wurde und am Kreuz ein frommer Spruch die Stelle ziert, an der einst der Herrgott hing. „Sie haben mich angerufen und berichtet, dass bei der Renovierung eines Hauses in Lauterbourg durch ihren Sohn eine alte Jesusfigur aus Holz gefunden wurde“, erzählt Förster Axel Behrendt. Er ist für das Revier unweit des Grenzflusses Lauter zuständig und kümmert sich auch um die Sitzgruppe am „Schwarzen Herrgott“.
„Woher die Figur genau kommt, wissen wir nicht“, sagte Peter Kary im Telefonat mit der RHEINPFALZ. „Möglicherweise von der Kirche, die gegenüber steht.“ Jedenfalls sei schnell klar gewesen, dass man die Figur nicht behalten wolle und jetzt froh sei, dass sie – obwohl sie gar nicht schwarz ist – am Kreuz des „Schwarzen Herrgotts“ einen schönen Platz hat.
Der „Schwarze Herrgott“ ist ein Kreuz am Wegesrand, wie es viele gibt. Errichtet von einem Waldarbeiter vor fast 300 Jahren aus Dankbarkeit für göttliche Hilfe in großer Not. Seit dort, am „Schwarzen Herrgott“, eine Sitzgruppe errichtet wurde, hat das Wegekreuz eine neue Bedeutung bekommen. „Hier, an der Straße von Scheibenhardt nach Bienwaldmühle, treffen sich meist ältere Menschen aus dem Elsass und der Pfalz“, erzählt Förster Behrendt.
Als die Karys von ihrer Jesusfigur aus Holz erzählten, sei er gleich hingefahren, berichtet Behrendt. „Ich fand die Figur geeignet. Sie ist etwas kleiner als das Original, aber durchaus passend. Die Jesusfigur war in einem sehr guten Zustand. Unser Ausbildungsmeister Lauritz Wagner hat sie noch etwas gesäubert und frisch geölt. Sie wurde dann zusammen mit den Auszubildenden an ihrem neuen Standort montiert.“