Kreis Germersheim Schulbauten: Die Rendite kann nur Bildung heißen

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Der Landkreis Germersheim lässt sich seine Schulen eine Stange Geld kosten. 13,9 Millionen Euro stehen dafür an Investitionen im Haushaltsplan des Jahres 2018, den der Schulträger- und der Bauausschuss in einer gemeinsamen Sitzung für ihre Fachbereiche akzeptierten und dem Kreistag zum Beschluss empfohlen haben. Unterm Strich stehen dabei 11,3 Millionen Euro neue Kredite.

Das Geld fließt größtenteils in bereits laufende Projekte wie Sanierungen oder Neubauten. Noch bis 2021 wird sich nach Informationen von Marion Leiner die Sanierung der Richard-von-Weizsäcker-Realschule-plus in Germersheim hinziehen – inklusive Brandschutz, Barrierefreiheit und Erweiterung. Die 2015 begonnenen Arbeiten werden insgesamt mit 6,2 Millionen Euro zu Buche schlagen. Ein neues Brandschutzkonzept und die Sanierung der Lehrküche der Geschwister-Scholl sind geplant, zunächst sind 2018 Planungskosten fällig, das Gesamtprojekt wird auf etwa 4,5 Millionen Euro geschätzt. Mit der Dachsanierung des Goethe-Gymnasiums in Germersheim wurde 2014 begonnen. Brandschutz und Erneuerung der naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume sowie eine neue Wasseraufbereitung sollen nach den Osterferien 2018 komplett fertig sein. Dann sind nach Berechnung der Kreisverwaltung rund 6,2 Millionen Euro verbaut. Zum Goethe-Gymnasium gehört das Schulsportgelände „Im Roth“. Dort wurde bereits der Sportplatz samt Laufbahn, Sprunggrube und Zaun für rund 830.000 Euro saniert. Was noch fehlt, ist das Funktionsgebäude mit Umkleidekabinen und Technik. Dort gab es einen Architektenwechsel, der, so Leiner, das Projekt verzögerte. „Wir müssen 2018 eine Grundsatzentscheidung treffen: Neubau oder Sanierung“, so die Leiterin des Zentralbereichs Liegenschaften und Beschaffung bei der Kreisverwaltung. 350.000 Euro sind im Haushaltsplan eingestellt. Für energetische Sanierung (Fenster, Fassade, Lüftung, Wärmedämmung) sowie neue Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht am Europa-Gymnasium in Wörth sind laut Kreisverwaltung beim Land Förderanträge von zusammen 3,9 Millionen Euro gestellt worden. Weitere Projekte sind der Neubau der IGS Kandel, wo wegen Brandschutzmängeln Schüler seit 2012 in Containern unterrichtet werden. Der Neubau kostet ungefähr 14 Millionen Euro, 2,65 Millionen stehen für „vorbereitende Maßnahmen“ im Haushaltsplan des kommenden Jahres. Gut 14,4 Millionen Euro sind für die Integrierte Gesamtschule (IGS) Rheinzabern verbaut. Der Schulbetrieb läuft bereits, zurzeit wird das Freigelände fertig gemacht. Ähnlich sieht es in Rülzheim aus. Dort sind für Sanierung und Neubau der IGS über 17,6 Millionen Euro verbaut worden. Der Betrieb läuft seit Schuljahresbeginn, offizielle Einweihung war am 10. November (wir berichteten). Bei der IGS Wörth sind die Räume für die Ganztagsschule fertig, die Mensa wird allerdings voraussichtlich erst im Frühsommer 2018 in Betrieb gehen. Gesamtkosten für diesen Bereich: 3,3 Millionen Euro. Für das Hauptgebäude der IGS Wörth werden für die anstehende Bestandssanierung rund 12,2 Millionen Euro Kosten prognostiziert. Der Neubau der Schule verschlingt weitere 8,8 Millionen Euro. Er soll 2018 begonnen werden. Ganz am Anfang stehen die Brandschutzsanierungen der Berufsbildenden Schule, Außenstelle Wörth. Dort soll 2018 ein Brandschutzkonzept entwickelt werden, dessen Kosten mit rund 50.000 Euro veranschlagt sind. An der Hauptstelle der Schule in Germersheim wird die Lehrküche saniert. Dafür sind im nächsten Jahr 360.000 Euro vorgesehen.

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