Kreis Germersheim Schon mit 5 Jahren am Computer gebastelt

Jonathan Baumann.
Jonathan Baumann.

Das Europagymnasium Wörth ist eine der wenigen Schulen, die einen Informatik-Leistungskurs anbieten. Das zahlt sich offensichtlich aus: Jonathan Baumann ist in die dritte Runde des Bundeswettbewerbs Informatik eingezogen, auch andere Schüler des Gymnasiums können dort Erfolge verbuchen. Beim Schulfest am Samstag wurden sie geehrt.

Schulleiterin Birgit Weisser war sichtlich stolz, als sie ihren Informatik-Assen Urkunden und Preise verleihen durfte. Der Wettbewerb ist kein Spaziergang: Bei 1464 Teilnehmern schaffen es nur etwa 500 in die zweite Runde – in der dritten sind es dann nur noch 25. „Dabei wird vom Schwierigkeitsgrad her bereits in der ersten Runde das normale Schullevel überstiegen. Ab der zweiten Runde bewegt man sich bereits auf Uniniveau“, so Michael Kappes, der den Informatik-Leistungskurs leitet und die Schüler zusammen mit seinem Kollegen Thorsten Kuschel im Wettbewerb betreut. Es braucht also Talent und viel Engagement, um zu punkten. So ist es besonders beeindruckend, das ganze 10 Schüler aus Wörth die zweite Runde des Wettbewerbs erreichen konnten. Der Überflieger des Wettbewerbs ist der siebzehnjährige Jonathan Baumann, der mit voller Punktzahl in die dritte Runde einzog und sich damit mit Fug und Recht zur Elite der jungen Informatiker in Deutschland zählen kann. Seine Leidenschaft entwickelte sich schon recht früh: „Mit 5 Jahren hatte ich zwar keinen Fernseher, aber schon meinen ersten Computer“ erzählt er. Ebenso wie die Informatik liebt er die Mathematik. Das es für Jonathan auch beruflich in diese Richtung gehen wird, ist für den 17-Jährigen klar: „Vor kurzem habe ich das Max-Planck-Institut in Saarbrücken besucht, das ist in Deutschland der Informatik-Standort schlechthin.“ Die Wahl werde wohl entweder auf Saarbrücken oder auf das KIT in Karlsruhe fallen. So oder so wird das Naturtalent eine Zukunft in der Branche haben.

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