Kreis Germersheim Schattige Kletterwand ist beliebt

Nils Nager stellt fest: Auch bei Hitze ist in Astropolis viel los.
Nils Nager stellt fest: Auch bei Hitze ist in Astropolis viel los.

«Wörth». Sommerzeit ist auch Eiszeit – und davon habe ich in den letzten Tagen so einiges gefuttert. Mein Biberbauch ist ganz schön dick geworden. Wie gut, dass es in der Kinderstadt Astropolis viele Möglichkeiten gibt, ein bisschen Sport zu machen und sich zu bewegen.

An der im Schatten liegenden Kletterwand ist heute viel Betrieb. Viele Kinder wollen sich in dem Beruf des Bergsteigers probieren. Zuerst gibt es jedoch eine Einweisung von Betreuer Marco. „Wisst ihr noch, was man mit dem Grigri macht?“, fragt er in die Runde. Blitzschnell meldet sich Mia aus Maikammer, die in den letzten Tagen schon einiges an Klettererfahrung sammeln konnte. „Man macht das Grigri um den Klettergurt und schiebt es zu“, antwortet die Neunjährige. Danach geht es dann endlich an die Wand. Puh, Klettern ist für einen Biber viel anstrengender als Schwimmen. Lauri und Jona aus Maikammer stellen sich dabei schon wesentlich besser an als ich. Jona sichert Lauri, während dieser den schwersten Weg wählt und es auch fast bis nach oben schafft. „Wir sind beste Freunde“, sagt Lauri und Jona ergänzt: „Da fällt es leichter dem anderen zu vertrauen.“ Möchte ein Kind aus einem anderen Beruf sich an der Kletterwand probieren, muss es fünf Astros zahlen. „Die Bürgermeisterin hat den Stundenlohn auf sieben Astros erhöht. Deshalb können wir fürs Klettern jetzt mehr verlangen als gestern“, erklären mir die Kinder. „Es gab nämlich gestern einen Banküberfall“, sagt die siebenjährige Lina. Banküberfall? Ich habe großes Biberglück und treffe bei der Bank Linus an. Er arbeitete gestern als Polizist und hat spannende Informationen. „Auf einmal wurde laut gerufen: Banküberfall! Banküberfall! Wir von der Polizei sind alle hier her gerannt“, erklärt mir der 10-Jährige. „Da die Tür offen stand, gehen wir davon aus, dass jemand die Tür aufgebrochen hat. Alle Astros wurden gestohlen.“ Der Dieb konnte leider nicht gefasst werden. Die Bürgermeisterin Noé hat daraufhin den Stundenlohn erhöht. Gerade sitzt sie nicht im Rathaus, sondern zeigt in der Tanzschule vollen Körpereinsatz. Mit anderen Mädchen und Trainerin Magdalena übt sie eine flotte Choreographie ein. „Die Anstrengung ist es wert“, findet die zehnjährige Lilia aus Hagenbach, „es macht Spaß sich zu bewegen und einmal so richtig die Bühne zu rocken.“ Die Bühne wird vor allem am Freitag auf dem Stadtfest gerockt. Da werden die Mädchen drei Tänze präsentieren. Dazu muss ich noch meine Biberfreundin einladen. Wie gut, dass man aus der Kinderstadt selbstgestaltete Postkarten mit echten Briefmarken verschicken darf. Ich habe mir ein besonders schönes Exemplar mit einem Turnschuh ausgesucht und sende sonnige Bibergrüße aus Astropolis.

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