GERMERSHEIM RHEINPFALZ Plus Artikel Schüler bringen Antrag im Landtag durch

Die Schülerinnen und Schüler waren erfolgreich. Unser Bild zeigt von links nach rechts: Julian Felker, Rayan Ziza, Merle Fischer
Die Schülerinnen und Schüler waren erfolgreich. Unser Bild zeigt von links nach rechts: Julian Felker, Rayan Ziza, Merle Fischer, Meira Scheurer (hinten), Lisa Hoffmann (vorne), Xenia Coenen (mitte), Angelika Bopp.

GGD – eine neue Partei im Rheinland-Pfälzischen Landtag? Falsch! Es handelt sich um ein Projekt des Germersheimer Goethe-Gymnasiums unter dem Namen Goethe Goes Digital. Für das parlamentarische Rollenspiel „Schüler-Landtag“ bildete die Klasse 10a eine Fraktion, die als Antrag die Erlaubnis zur Weiterverwendung des als bewährt erlebten Microsoft-Programms Teams in die politische Debatte einbringen wollte. Nun war es so weit.

In der „Plenarsitzung“, in der zwei weitere Schulen ihre Anträge einbrachten, fungierte Lisa Hoffmann als Fraktionsvorsitzende und Angelika Bopp als Landtagspräsidentin. Sieben Vertreter aus Germersheim sowie ihr Lehrer Michael Breckheimer waren vor Ort in Mainz, der Rest der Klasse konnte online von zuhause des Geschehen im Parlament verfolgen.

Die Fragerunde mit der „echten“ Landtagsvizepräsidentin Astrid Schmitt zum Sitzungsbeginn erlebte Julian Felker, Teilnehmer vor Ort, als „einen tiefen Einblick in die Politik“. Zu dem Antrag der Germersheimer nahm die Bildungsstaatssekretärin Bettina Brück Stellung. Doch konnten die Schüler aufgrund ihrer inzwischen erworbenen Expertise deren Argumente gegen eine weitere Anwendung von MS Teams sehr leicht entkräften. In der Diskussion mit den beiden anderen „Fraktionen“ brachte die GGD fundierte Argumente vor, so dass der Antrag der Germersheimer schließlich einstimmig angenommen wurde. Auch über die beiden anderen Fraktionsanträge konnten die jungen Parlamentarier „gut informiert“, so Lisa Hoffmann, abstimmen. Merle Fischer bedauert, dass die Mitschüler nicht direkt vor Ort dabei sein konnten. Doch die technischen Möglichkeiten der Online-Teilnahme an der Debatte und der Abstimmung hätten doch positiv überrascht.

Nun wird der GGD-Antrag im September im Bildungsausschuss des Landtages in Präsenzform konkret behandelt. Dort müssen die Schüler ihr Anliegen noch einmal vortragen und begründen.

Politik hautnah und auch emotional zu erleben und vielleicht eines Tages mal selbst in die Politik einzusteigen sind Rückmeldungen aus der Klasse, die im neuen Schuljahr in die gymnasiale Oberstufe wechseln.

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