Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Schüler aus Kandel siegen mit Teamprojekt bei „Jugend forscht“

Daniel Grasmehr und Leon Baumgärtner forschen gemeinsam.
Daniel Grasmehr und Leon Baumgärtner forschen gemeinsam.

Das Kranfahrzeug „Teambot“ funktioniert nur, wenn es von zwei Personen im Team gesteuert wird. Mit diesem Projekt konnten der 16-jährige Daniel Grasmehr und Leon Baumgärtner beim Wettbewerb „Jugend forscht“ im Regionalentscheid die Juroren überzeugen.

Daniel Grasmehr und Leon Baumgärtner, beides Schüler an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Kandel, machten sich schon im vergangenen Schuljahr an die Arbeit. Sie wollten eine Maschine bauen, die nur im Team bedient werden kann. Herausgekommen ist, nach rund 300 Arbeitsstunden, der „Teambot“. Genauer gesagt, handelt es sich dabei um ein ferngesteuertes Kranfahrzeug.

Kran kann nicht alleine bedient werden

Stets zwei Mitarbeiter müssen diesen Roboter bedienen, damit er fährt oder aber eine Last aufheben und an anderer Stelle wieder absetzen kann. Je besser das Team eingespielt ist, so berichten die beiden, desto genauer funktioniert alles. Als technisches Herzstück könnte man die jeweils zwei getrennt gesteuerten Antriebsmotoren für die beiden Räder und zwei ebenfalls getrennt steuerbare Stellmotoren für den Kran (Schwenken, Heben, Senken) bezeichnen. Der Kran kann also von einer Person alleine überhaupt nicht bedient, weder gefahren noch sonst wie bewegt werden. Die beiden Personen geben jeweils über eine Fernsteuerung ein, was getan werden soll.

Ganz wichtig dabei ist die Teamarbeit und vor allem die enge und fehlerfreie Kommunikation der Beteiligten. Die Schüler, zu deren Lieblingsfächern Physik gehört, schnitten die Holzteile für den Aufbau und den Rahmen selbst zu, verbanden die Teile und legten die mechanischen und elektronischen Bauteile so ein, dass man diese bei Bedarf jederzeit gut ersetzen kann.

Erstmals erprobt wurde der „Teambot“ beim „Tag der offenen Tür“ der IGS. Wer sich gut kannte, hatte dabei auch größeren Erfolg. Manche Teams erledigten die Aufgaben sogar, ohne miteinander zu sprechen, verständigten sich sozusagen „nonverbal“. Auch bei der Auswertung der Fragebogen stellte sich heraus, dass das Arbeiten im Team viel mehr Spaß mache Beim Regionalentscheid von „Jugend forscht“ in Landau, ausgerichtet vom NTK (Naturwissenschaftliches Technikum Dr. Künkele) in Zusammenarbeit mit dem Daimler-Werk in Wörth wurde der „Teambot“ von mehr als 100 Besuchern ausprobiert. Alle waren begeistert von der Idee und beeindruckt von deren Umsetzung.

Ende März geht es zum Landesentscheid nach Ludwigshafen

Geeignet scheint der Teambot auch als spielerisches Element in Teambildungsmaßnahmen. Vielleicht sogar beim nächsten Studientag des IGS-Kollegiums? Schulleiter Wolfgang Poggel zeigte sich begeistert von der Arbeit der Jungforscher aus seiner Schule. Auch Physiklehrer Günter Uhrig, der Daniel Grasmehr und Leon Baumgärtner unterrichtet, unterstützt das Vorhaben der beiden. Nach dem großen Erfolg beim Regionalentscheid von „Jugend forscht“, bei dem es einen ersten Preis für den „Teambot“ gab, geht es nun Ende März zum Landesentscheid nach Ludwigshafen. Patenbetrieb wird die BASF sein.

Bis dahin wollen Daniel und Leon aber noch etwas an ihrem Projekt „feilen“. Was genau, wird aber nicht verraten, schließlich befindet man sich im Bereich „Arbeitswelt“ in einer Konkurrenzsituation und kämpft um den Erfolg.

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