Jockgrim
Rosenmontagsumzug Jockgrim: Hasen, Enten und ganz wilde Völker (mit Bildergalerie)
Die dicht an dicht am Straßenrand stehenden Zuschauer staunten über riesige Motivwagen, Fußgruppen mit fantasievollen und aufwendigen Kostümen, konnten zu drei Gugge-Musik-Kapellen schunkeln und sich hier und dort so richtig gruseln. Das Volk der Wikinger erlebte in Jockgrim gleich eine dreifache Renaissance. Ob das wohl mit der aktuellen Dauer-Präsenz von Grönland in den Medien zusammenhängt? Auf jeden Fall kamen die Loschder Hobbyfasenachter, die Veteranenfreunde Jockgrim mit dem OGV und der Dart Club Oddersche mit großen Schiffen angerollt. In die vergänglich-schöne Stadt Venedig samt Rialto-Brücke entführten indes die Faschingsfreunde Jockgrim genauso wie die Ex-Prinzenpaare samt Freunden aus Rheinzabern. Einen echten Gruselfaktor steuerten die „Roten Teufel“ der Jockgrimer Gliehbirne bei, die dieses Jahr ein närrisches Jubiläum mit elf Jahren Umzugsteilnahme feiern.
Beinahe noch schaurig-schöner waren der „Wilde Haufen“ aus Hatzenbühl und die Zinkenarren Berg mit ihrem „Dia de los muertos“. Wie süß waren dagegen die baby-rosa Duracell-Hasen (Pappnasen Maxau), die gelb-blauen Minions (Skiclub Jockgrim) und auch die Bade-Quietsche-Enten des Schachclubs Jockgrim. Die Gruppe mit dem niedrigsten Altersdurchschnitt waren ohne Zweifel die Superhelden der Kita Schwalbennest. Geradezu nostalgische Gefühle kamen bei „Ahoi Brause“ der Altrhein-Narren und bei den zwei Gruppen auf, die die gute alte Zeit der Boxautos als Hauptattraktion auf der Kirchweih heraufbeschworen (Tanzgruppe FFW und AWO Seniorenhäuser Jockgrim). Mit „Footballer und Cheerleader“ (Spargel Crew 2.0), „Las Vegas Cowboys“ (Karneval Kern), den „Alaska Krabbenfischern“, sie waren im Ostfriesennerz auf das stürmisch-regnerische Wetter am besten vorbereitet, oder „Disney-World“ mit den TSV Fasenachtern aus Lingenfeld ging es über den großen Teich sogar in die USA.